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nähme mir Diana einflößte, ober wie sehr sie meine Gedanken er-füllte. Wir lasen, gingen, ritten und saßen zusammen. DieGci-stesbeschäftigungen, die sic bei ihrem Zwiste mit Rashlcigh abge-brochen harte, erneuerte sie jetzt unter der Leitung eines Lehrers,der redlichere Absichten, wenn auch weit beschränktere Fähigkei-ten hatte.
Ich war in der That keineswegs geeignet, ihr bei der Fort-setzung einiger ticfern Studien, die sie mit Rashlcigh begonnenhatte, die aber mehr für einen Geistlichen, als für ein schönesMädchen zu paffen schienen, behülflich zu sein. Auch kann ichnicht begreifen, in welcher Absicht Rashlcigh Diana bewogen hatte,sich in die düstern Jrrgänge der Schulweisheit zu verlieren, oderdie gleich schwierigen, wiewohl bestimmteren Wissenschaften derMathematik und Sternkunde zu erforschen, wenn cs nicht geschah,um in ihrem Urthcil die verschiedenen Verhältnisse der Geschlechteraufzulösen und zu verwechseln, und sie an spitzfindige Bernünftelcizu gewöhnen, damit er zu seiner Zeit dem Unrechten die Farbe desRechten verleihen könne. In demselben Geiste, obgleich mit auf-fallend böser Absicht, ward Diana von Rashlcigh's Lehren aufge-muntert, die Formen und beschränkenden Kreise, welche die gesell-schaftlichen Verhältnisse unserer Zeit um die Frauen gezogen haben,zu vernachlässigen und gering zu achten. Sic war freilich von al-lem weiblichen Umgänge entfernt, und konnte weder durch Beispielnoch durch Vorschrift die gewöhnlichen Regeln des Wohlstandes ler-nen; dennoch besaß sie so viel angeborene Stttsamkeit und feinenSinn für Sitte und Tugend, daß sie jenes kühne und ungezwun-gene Betragen, das mir bei unsrer ersten Bekanntschaft so schrauf-sicl, nicht aus eigener Regung angenommen haben würde, wennman sie nicht auf den Gedanken geleitet hätte, daß Verachtung derFörmlichkeit sowohl Verstandesüberlegenhcit, als Vertrauen aufdas Bewußtsein der Unschuld andcute. Ihr verschlagener Lehrer