Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
175
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fuhr-Zch verlange eine solche Erklärung, als ein böslich ver-läumdetcs Weib von jedem Manne fordern darf, der sich einenEhrenmann nennt, als ein mutterloses, unbefreundctes Wesen,das allein in der Welt steht, und sich selbst leiten und beschützenmuß, mit Recht von Allen, denen ein glücklicheres Loos ward, imNamen des Gottes verlangen kann, der diese zum Genuß, undjenes zum Dulden auf die Welt sandte. Ihr sollt es mir nichtverweigern, oder" setzte sie mit feierlich cmporgehobencm Blickhinzu,Ihr werdet Eure Weigerung bereuen, wenn es auf Erdenoder im Himmel Gerechtigkeit für empfangenes Unrecht gibt."

Ich war sehr bestürzt über ihre Heftigkeit, fühlte aber, daß esnach einer solchen Aufforderung meine Pflicht sei, jede feile Bedenk-lichkeit bei Seite zu setzen, und theiltc ihr kurz, aber bestimmt, dieHauptpunkte meiner Unterhaltung mit Rashleigh mit.

Sobald ich angesangen harte, darüber zu sprechen, setzte siesich, und gewann ihre Fassung wieder, und wenn ich anhielt, umdie zarteste Wendung des Ausdruckes zu suchen, unterbrach sie michoft mit den Worten :Fahrt fort ich bitte, weiter! Das ersteWort, das Euch einfällt, ist das einfachste, und muß das bestesein. Denkt nicht an meine Gefühle, sondern sprecht, wie Ihr zueinem gleichgültigen Dritten sprechen würdet."

Also gedrängt und aufgemuntert, sagte ich Alles, was mirRashleigh von der ihr früh auferlegten Verpflichtung, einen Osbal-distone zu heirathen, so wie von der Ungewißheit und Schwierigkeitihrer Wahl mitgetheilt hatte. Hier hätte ich gern geschwiegen, al-lein ihr Scharfsinn erkannte, daß noch etwas zurück sei, und sie ah-nete, was es betraf.

Es war bösartig von Rashleigh, dies von mir zu erzählen.Ich gleiche dem armen Mädchen im Fecnmährchen, das von derWiege an mit dem schwarzen Bären aus Norwegen verlobt war,und sich vorzüglich darüber beklagte, daß es von ihren Mitschülerinnen