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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
172
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habe, gelang cs Euch, im Laufe eines Abends alle die meisterhaftenEigenschaften zu entwickeln, durch welche Eure Vettern sich einzelnauszeichnen; das milde und großmüthige Wesen des wohlwollendenRashleigh Percival's Mäßigkeit Lhorncliff's kalter MuthJohn's Einsichten im Hundeabrichtcn Richard's Fertigkeit imWetten alles dies zeigte dcx einzige Herr Frank, und zwar miteiner Wahl der Zeit, des Ortes und der Umstände, die dem Ge-schmacke und dun Scharfsinne des weisen Wilfred Ehre gemacht ha-ben würde."

Habt ein wenig Mitleid, Miß Vernon," bat ich, denn ichhielt die Züchtigung, besonders in Erwägung, von welcher Seitesie kam, für so streng, als der Fall cs verdiente,und verzeiht mir,wenn ich als eine Entschuldigung für Lhorheitcn, deren ich michgewöhnlich nicht schuldig mache, die Sitte dieses Hauses und Landesanführe. Ich bin weit entfernt, sie zu billigen; aber sagt dochselbst Shakspcare: guter Wein ist ein gutes vertrauliches Ding,und jeder Mann kann sich einmal davon bezwingen lassen."

Ja, Mr. Frank, aber er legt das Lob und die Entschuldigungdem ärgsten Schurken in den Mund, den sein Pinsel dargestellthat. Ich will indeß nicht den Vorthcil mißbrauchen, den EureAusführung mir gibt, und Euch durch die Widerlegung Niederschla-gen, welche Castro dem Verführer Jago entgegnet. Ich wünschenur, Euch zu zeigen, daß wenigstens eine Person mit Betrübnißsieht, wie ein Jüngling von Talenten und Erwartungen in denSumpf versinkt, i» dem die Bewohner dieses Hauses jeden Abendsich wälzen,"

Ich versichere Euch, Miß Vernon, ich habe mir nur dieSchuhe naß gemacht, und die Unsauberkeit der Pfütze ist mir zu sehrzuwider, als daß ich weiter hinein gehen möchte."

Ist das Euer Entschluß, so ist er sehr klug," erwiderte sie.Doch was ich gehört habe, betrübte mich so sehr, daß Eure An-