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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
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Rashleigh folgte seinem Vater, wie dieser befahl, doch vorherflüsterte er Miß Vernon zu:Vermuthlich muß ich in Gesellschaftder Förmlichkeit kommen und anpochen, wenn ich der Thüre der Bi-bliothek nahe?"

Nein, nein, Rashleigh," sagte Miß Vernon,verbanntnur aus Eurer Gesellschaft die falsche Erzbetrügcrin, Verstellung-,und cs wird Euch besser freien Zutritt zu unfern gelehrten Forschun-gen sichern."

Mit diesen Worten ging sie nach der Bibliothek voraus, undich folgte wie ein Verbrecher zum Gericht, wollte ich sagen, aberes siel mir ein, daß ich diesen Vergleich früher schon ein, wo nichtzwei Mal brauchte. Also, ohne Glcichniß, ich folgte ihr mit ei-nem Gefühl von Verlegenheit undllngeschick, das ich gern um je-den Preis los gewesen wäre. Ich hielt cs für eine unwürdige underniedrigende Empfindung bei einer solchen Gelegenheit, da ich dieLust des Continentes lange genug eingeathmct hatte, um die Mei-nung anzunchmcn, daß Leichtigkeit, Galanterie und ein gewissesanständiges Selbstvertrauen den Mann auszeichncn müssen, deneine schöne Frau unter vier Augen zu sprechen wünscht. Meineenglischen Gefühle siegten indeß über meine französische Erziehung,und ich machte wahrscheinlich eine sehr traurige Figur, als MißVernon, einem Richter gleich, der einen wichtigen Fall anhörenwill, sich majestätisch in einen großen Armstuhl setzte, mir ein Zei-chen gab, ihr gegenüber Platz zu nehmen, swas ich that, ganz wieein armer Schelm, der ins Verhör genommen werden soll^j und dieUnterhaltung im Tone bitterer Ironie anfing.