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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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Willfährigkeit, zum Vortheil unsrer Familie meines Vaters Wün-sche zu erfüllen, in der That ein Opfer ist, zumal in Betracht desruhigen und friedlichen Standes, zu dem meine Erziehung mich be-stimmt hat."

Ich war eitel, aber kein Geck, und diese Heuchelei war mir zuarg;Ihr wollt mich doch nicht überreden," erwiderte ich daher,daß Ihr es wirklich bedauert, die Lage eines unbekannten katho-lischen Priesters, mit allen ihren Entbehrungen, gegen den Neich-thum, die geselligen Freuden und die Vergnügungen der Welt zuvertauschen? "

Rasbleigh sah, daß er seine erkünstelte Mäßigung mit zu star-ken Farben aufgetragen hatte. Nach einer Pause, während wel-cher er vermuthlich den nöthigen Grad der Aufrichtigkeit gegen michberechnete, eine Eigenschaft, womit er nie überflüssig freigebigwar, antwortete er lächelnd:In meinem Alter zu Reichthumund Freuden der Welt verurtheilt zu sein, wie Ihr sagt, klingt inder Thal nicht so beunruhigend, als es vielleicht sollte. Aber ver-zeiht, Ihr habt meine Bestimmung mißverstanden ein katholi-scher Priester, wenn Ihr wollt, aber kein unbekannter nein!Nashleigh Osbaldistone wird selbst als der reichste Bürger in Lon-don unbekannter sein, als er unter den Mitgliedern einer Kirche ge-wesen wäre, deren Diener, wie Jemand gesagt hat, ihre Pantof-feln auf die Racken der Fürsten setzen. Meine Familie steht in gro-ßem Ansehen an einem gewissen verbannten Hofe, und der Einfluß,den dieser Hof in Rom haben sollte, und wirklich besitzt, ist nochweit größer. Meine natürlichen Gaben sind meiner Erziehungnicht ganz unwerth. Nach ruhiger Ansicht hätte ich einer hohenKirchenwürde im Traum der Phantasie der höchsten, entgegen-sehen können. Warum hätte nicht," fügte erlachend hinzudenn er pflegte oft den Ton seines Gesprächs zwischen Scherz undErnst zu haltenein Cardinal Osbaldistone von guter Herkunft