Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
128
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pathie, welche Euren ungewöhnlichen Ursachen des Leids gebührt,dann der dritten gezollt werden soll, vorausgesetzt, daß Ihr mirdie Versicherung gebt, es weder mit dem ganzen weiblichen Ge-schlechts zu theilen, noch mit allen Katholiken in England, welche,Gott segne Euch, noch eine weit zahlreichere Secte bilden, als wirProtestanten in unserem Eifer für Kirche und Staat wünschen.

Es ist in der That," sagte Diana mit ganz verändertemTone und viel mehr Ernst, als ich bisher noch je an ihr bemerkthatte,ein Unglück, das Mitgefühl wohl verdient. Ich bin vonNatur, wie Ihr bemerkt haben werdet, von offenem, rückhalls-losem Gemüth, ein aufrichtiges, treuherziges Mädchen, welchesgern gegen die ganze Welt offen und redlich handeln möchte, unddoch hat das Schicksal mich in eine solche Reihe von Netzen ver-wickelt, daß ich kaum ein Wort sprechen darf, ohne die Folgen zufürchten nicht für mich selbst, sondern für Andre."

Das ist in der That ein Unglück, Miß Bernon, wegen dessenich Euch von Herzen bcdaurc, doch das ich kaum geahnet habenwürde."

Ach, Mr. OSbaldistone, wüßtet Ihr, wüßte irgend Je-mand, wie schwer es mir zuweilen wird, den Schmerz des Herzenshinter einer heitern Stirn zu verbergen, Ihr würdet mich in derThat bemitleiden. Ich thue vielleicht Unrecht, indem ich gegenEuch nur so weit über meine Lage spreche; aber Ihr seid ein jungerMann von Verstand und Scharfsinn Ihr müßt mich bald hun-dert Fragen über die Ereignisse des heutigen Tages fragen überden Antheil, den Rashleigh an Eurer Befreiung aus dieser Schlingehatte,über manche ankrePunkte, welche Eure Aufmerksamkeiterregen müssen und ich vermag es nicht, mit der nöthigcnFalschheit und Finesse zu antworten; ich müßte dies ungeschicktthun, und würde dadurch in Eurer guten Meinung, wennich dar-aus einigen Anspruch habe, eben so wie in meiner eigenen, ver-