hätte ich ihn ihr Gewicht fühlen lasst«. — Es soll nicht wie eineKlage aussehcn, aber es giebt drei Dinge, wegen welcher ich sehr zubemitleiden bin, wenn irgend Jemand es der Mühe wcrih hielte,sein Mitleid an mir zu verschwenden."
„Und was sind das für drei Dinge, Miß Vernvn, wenn ichfragen darf?"
„Wollt Ihr mir Eure aufrichtigste Theilnahme versprechen,wenn ich sie Euch nenne?"
„Gewiß.— Könnt Ihr daran zweifeln?" erwiderte ich, undtrieb mein Pferd näher zu dem ihrigen, und mit einem Ausdruckeder Theilnahme, den ich nicht zu verbergen strebte.
„Nun, es ist doch sehr verführerisch, bemitleidet zu werden;so hört denn meine drei Bekümmernisse. — Zuerst bin ich ein Mäd-chen und nicht ein junger Bursche, und würde in ein Narrenhausgesperrt, vollbrächte ich nur die Hälfte der Dinge, zu denen ichmich aufgelegt fühle; und besäße ich das glückliche Vorrecht, sozu handeln, so würde die halbe Welt Wahnsinnigwerden, um mirnachzuahmen und mich zu bewundern."
„Dafür kann ich Euch die Theilnahme nicht gewähren, dieIhr erwartet," entgegnete ich; „das Mißgeschick ist so groß, daßes die Hälfte des ganzen Menschengeschlechtes trifft, und die andreHälfte —"
„Ist so viel besser versorgt, daß sic auf ihre Vorrechte eifersüch-tig ist;" siel Miß Vernon ein. „Ich vergaß, daß Ihr Partei seid.Rein," fuhr sie fort als ich sprechen wollte, „das freundliche Ge-sicht soll der Vorläufer eines prächtigen Complimentes über die be-sonderen Vorthcilc sein, deren sich Diana Bernons Freunde undVerwandte dadurch erfreuen, daß sie als eine ihrer Heloten geborenwurde; aber erspart mir die Aeußerung, mein guter Freund, undlaßt uns versuchen, ob wir besser in dem zweiten Punkte meinerKlagen gegen das Schicksal übereinstimmen. — Ich gehöre zu einer