Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
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Mädchen von 18 Jahren als meinen Advokaten mitbrachte, undernsthaft besorgt wegen der Mißdeutungen, deren ihre Beweg-gründe fähig waren, versuchte ich dennoch die Bekämpfung ihresVorsatzes, mich zu dem Squire Jnglewood zu begleiten. Daseigensinnige Mädchen sagte mir rund heraus, daß meine Ucbcrre-dungskunst vergebens sei; daß sie eine ächte Bernon wäre, welchekeine Rücksicht bewegen könnte, einen Freund im Mißgeschicke zuverlassen, nicht einmal die, vielleicht nur wenig für ihn thun zukönnen; und daß Alles, was ich über den Gegenstand sagen könnte,ganz gut für zierliche, wohlerzogene und manierliche Mädchen auseiner Stadtschule sein möchte, auf sie aber keine Anwendung fände,weil sie daran gewöhnt wäre, sich um keines Menschen Meinung zukümmern, als um ihre eigene.

Während sie so sprach, näherten wir uns schnell dem Jngle-wood's-Sitze, und um mich von ferneren Vorstellungen abzubrin-gen , entwarf sie mir ein komisches Bild vcn dem Friedensrichterund seinem Schreiber. Jnglewood war, ihrer Beschreibung nach,ein weißgewaschencr Jacobit, d.h. einer, der, gleich den meistenLandedelleuten dieser Gegend, lange Zeit ein Eidwcigerer gewesenwar, und kürzlich sich zu dem Posten eines Friedensrichters befähigthatte, indem er der Regierung den Eid leistete. Er that dies, wiesie sagte, auf die dringenden Bitten der meisten seiner Freunde,welche mit Bedauern sahen, daß das Paladium der Waldfreudcn,die Wildgcsctzc, aus Mangel eines Beamten, der darauf hielt, au-ßer Gebrauch zu kommen drohte. Dor nächste Richter war derLord-Mayor von Newcastle, und da er mehr dazu geneigt war,das gutzubereitete Wild zu verzehren, als das lebende zu erhalten,war er natürlich auch mehr Partei für die Wilddiebe, als für dieJäger. Indem die northumberländischen Landcdellcutc daher derMeinung waren, daß nothwendigerweise Einer aus ihrer Mitteseine Scrupel jakobitischer Treue dem Gemeinwohl opfern müßte,