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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
80
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Wirklich?" sagte ich, mit mehr Theilnahme, als ich mirselbst gestehen oder dem Menschen zeigen wollte.Ei, Andrew,Ihr kennt wohl alle Geheimnisse der Familie?"

Wenn 'ch sie kenne, weiß ich sie auch zu bewahren;" sagteAndrew.Ich steh Euch dasür, daß sic nicht in meinem Leibewirthschastcn, wie d' Hefen in 'nein Fasse. Miß Die ist aber s'gehört nicht zu meinen Rindern und Kühen.

Und er sing mit einem scheinbar sehr großen Eifer zu graben an.

Was ist Miß Vernon, Andrew; ich bin ein Freund der Fa-milie, und möchte das gern wissen."

Was Andres, als 'ne Gute, fürchte ich," sagte Andrew,indem er das eine Auge fest zukniff, und mit einem ernsten, etwasgeheimnißvollcn Blicke den Kopf schüttelte;so 'n Bischen schie-lend 'r Gnaden verstehn mich?"

Das kann ich nicht sagen," erwiderteich,aber cs wäre mirlieb Andrew, wenn Ihr Euch deutlicher ausdrücktet." Und dabeiließ ich ein Kronenstück in Andrew's hornharte Hand gleiten. DieBerührung des Silbers machte, daß er grinsend lächelte, währender leise nickte und das Geldstück in seine Hosentasche schob. Und wieein Mensch, der wohl erkannte, daß er den Werth zurückerstattcnmußte, richtete er sich auf, stützte den Arm aufden Spaten, undlegte seine Züge in ernste Falten, wie zu wichtiger Mittheilung.

Ihr müßt also wissen, junger Mann, da 's Euch wichtig ist,daß Miß Vernon eine"

Hier brach er ab, und blies beide Backen auf, bis er bei sei-nem Laterncngcsichte zu seinem langen Kinne, das Ansehen einesNußknackers hatte; blinzelte noch einmal, zog die Stirn kraus,schüttelte mit dem Kopse, und schien zu glauben, daß seine Phy-siognomie die Nachricht vollendet hätte, welche seine Zunge nichtaussprach.