58
verschneiden; oder einen Falke» abrichten; oder ihm die Diät ver-schreiben, wenn er verstopft ist, oder — "
„Meine Unbedeutendheit in ein Wort zu fassen," erwiderteich — „ich bin in.allen diesen Dingen vollkommen unwissend."
„Um des Himmels willen, Mr. Frank Osbaldistone, waskönnt Ihr denn?"
„Sehr wenig, Miß Vernon; etwas aber kan» ich doch. —Wenn mein Reirknecht mein Pferd gesattelt hat, kann ich cs reiten,und wenn mein Falke im Freien ist, kann ich ihn fliegen lassen."
„Könnt Ihr das?" sagte die junge Dame, und trieb ihr Pferdzu einigen Sätzen an.
Vor uns war eine Art von rohen Barrieren mit einem Thore,das aus zwei Stücken unbehauenen Holzes, wie cs aus dem Waldekömmt, gezimmert war; ich wollte eben vorwärts reiten, um eszu öffnen, als Miß Vernon über das Hindcrniß hinwegflog. Ichwar dadurch gezwungen, ihr zu folgen, und befand mich im näch-sten Augenblick wieder an ihrer Seite.
„Es ist noch einige Hoffnung für Euch," sagte sie. „Ichfürchtete, Ihr wäret ein ganz auegearteter Osbaldistone. Aberwas auf der Erde bringt Euch nach Cub-Castle? Denn so habendie Nachbarn unsere Jagdhalle getauft. Ich denke, Ihr wäretwcggeblieben, wenn Ihr gekonnt hättet?"
Ich fühlte, daß ich schon auf einem sehr vertrauten Fuße mitmeiner reizenden Erscheinung stand, und antwortete deshalb in ver-traulichem Geflüster: „In der Thar, meine thcure Miß Vernon,würde ich es a!s ein Opfer betrachten, für einige Zeit in Osbaldistonc-Hall zu bleiben, da die Bewohner so sind, wie Ihr sie beschreibt;aber ich bin überzeugt, daß eine Ausnahme für alle andern Mängelentschädigen wird."
„O, Ihr meint Rashlcigh?" fragte Miß Vernon.