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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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Art von Waldlustbarkeiten einzuflößen berechnet ist, (obgleich meinGemüth in dem Augenblicke für Eindrücke der Art nicht sehr em-pfänglich war) erwartete ich mit weniger Ungeduld das Erscheinender Jäger.

Der hart gejagte und beinahe erschöpfte Fuchs zeigte sich zuerst,aus dem dichten Gebüsch hervorkommend, welches die rechre Seitedes Thales bekleidete. Sein hängender Schweif, sein schmutzigesAussehen und sein schwerfälliger Trab verkündeten sein nahendesGeschick, und die Krähe, welche über ihm umherkreiste, betrachteteden armen Reinecke schon als ihre baldige Beute. Er durchschwammden Strom, welcher das kleine Thal thcilte, und schleppte sich denHügel an dem entgegengesetzten wilden Hügel hinauf, als die Leit-Hunde, gefolgt von der ganzen lauten Meute, aus dem Gehölz her-vorbrachen, hinter ihnen her die Jäger und drei oder vier Reiter.Mit untrüglichem Jnstinct folgten die Hunde der Spur des Rei-nccke, und die Jäger wieder folgten mit unverminderter Eile, aufden unebenen, schwierigen Boden nicht achtend. Sie waren große,kräftige junge Männer, und grün und roth gekleidet, in die Uni-form eines Jagdvereines, der sich unter den Auspicicn des alten SirHildrbrand Osbaldistone gebildet hatte. Meine Vettern! dachteich, als sie an mir vorüberjagten. Der nächste Gedanke war: Wiewird mein Empfang unter diesen würdigen Nachfolgern Nimrod'ssein? Und wie unwahrscheinlich ist es, daß ich, der ich wenig odernichts von ländlichen Vergnügungen weiß, mich in meines OheimsFamilie behaglich oder gar glücklich fühlen werde? Eine Vision,die an mir vorüberzog, unterbrach diese Betrachtungen.

Es war ein junges Mädchen; die Lieblichkeit ihrer Züge wurdedurch die Aufregung der Jagd und die Anstrengung der Bewegungnoch erhöht; sic ritt ein schönes Pferd, kohlschwarz, ausgenommendu, wo cs durch den Schaum vom Gebiß weiß gefleckt war. Sie