Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
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Diese Einladung wurde gewöhnlich von Allen angenommen, dienicht wegen ihres höher« Ranges geglaubt hätten, sich durch dieZusage herabzuwürdigen; und der Vorschlag, eine Flasche Weinnach dem Essen die aus Gesundheit des Wirthes zu trinken, war dieeinzige Vergeltung, die je angeboten oder angenommen wurde.

Ich war ein geborener Weltbürger, und meine Neigung führtemich zu alle den Scenen, durch welche meine Menschenkenntnißerweitert werden könnte; ich hatte überdies keinen Anspruch dar-aus, mich meines höher» Ranges wegen zurückzuziehcn, und ichunterließ deshalb selten, die Sonntagsgastfreundschaft meines Wir-thes anzunehmen, mochte ich nun in Garter, Lion oder Bear sein.Der ehrliche Wirth, dessen Wichtigkeit durch das Gefühl gesteigertwurde, den Vorsitz unter Gästen zu führen, die er für gewöhnlichbedienen mußte, war an und für sich selbst ein unterhaltendesSchauspiel, und andere Planeten von geringerem Range vollende-te» um ihn her ihren Kreislauf. Die Witzköpse und Humoristen,die ausgezeichneten Ehrenmänner der Stadt oder des Dorfes, derApotheker, der Anwalt, selbst der Pfarrer, verschmähten es nicht,an diesem wöchentlichen Feste Theil zu nehmen. Die Gäste, ausverschiedenen Gegenden vereint, und verschiedene Beschäftigungenverfolgend, bildeten in Sprache, Sitten und Gesinnungen einenmerkwürdigen Contrast gegen einander, welcher denen nicht gleich-gültig sein konnte, die sich die umfassendste Menschenkenntniß zuerwerben wünschten.

Es war an einem solchen Tage und bei einer solchen Gelegen-heit, daß mein ängstlicher Reisegefährte und ich die Tafel des roth-wangigen Wirthes zum schwarzen Bären in der Stadt Darlington,Bisthum Durham, beehrten, als unser Wirth uns mit einer Artprunkhaftcm Tand sagte, daß ein schottischer Herr mit uns essenwürde.