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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
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mungsort zu verbergen, sond'ern selbst die Richtung von jeder ein-zelnen Tagereise. Nichts setzte ihn mehr in Verlegenheit, als wennihn Jemand fragte, ob er da oder dorthin reise, oder wo er Haltzu machen gedächte. Seinen Platz zur Nachtruhe wählte er mitder ängstlichsten Sorgfalt, gleich sehr die Einsamkeit vermeidend,wie das, was er als schlechte Nachbarschaft betrachtete; und inGrandham glaube ich, saß er die ganze Nacht auf, um nicht indem Zimmer neben einem dicken schielenden Kerl in einer schwarze»Perücke und abgetragenem goldbetreßten Wamms zu schlafen. Beialler dieser Acngstlichkeil schien mein Reiscgenoß, nach seinen Mus-keln und Sehnen zu schließen, ein Mensch zu sein , der der Gefahreben so ungestraft trotzen konnte, wie irgend Einer. Er war stark,wohlgebaut, und nach seinem goldbetreßten Hute und seiner Kokardezu schließen, schien er in der Armee gedient zu haben, oder doch demMilitärstande in der einen oder der andern Art anzugehörcn. SeineUnterhaltung war zwar immer hinlänglich gemein, aber dennochdie eines Mannes von Verstand, wenn der Popanz, der seine Ein-bildungskraft beängstigte, einen Augenblick aufhörte, seine Auf-merksamkeit in Anspruch zu nehmen. Aber jeder zufällige Um-stand rief ihn zurück. Eine offene Haide und eine dichte Pflanzungwaren gleich sehr Gegenstand der Besorgnis-, und das Pfeifen einesSchäserjungen wurde augenblicklich in das Signal eines Räubersverwandelt. Selbst der Anblick eines Galgen, der ihm zeigte, daßdie Gerechtigkeit gegen einen Räuber Sicherheit gewährte, erman-gelte nie, ihn daran zu erinnern, wie Viele noch ungehangcnblieben.

Ich würde der Gesellschaft dieses Menschen überdrüssig gewor-den sein, wärekch nicht durch meine eigenen Gedanken noch wei^mehr belästigt worden. Einige der wunderbaren Geschichten aber,die er erzählte, waren an und für sich selbst interessant, und anderekomischen Züge seiner eigenen Eigenthümlichkeiten boten mir dann

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