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sein, und wenn ich sie mit Geduld und Ausdauer ertrug, so mußtemich das in seiner Achtung heben und zu einer freundlichen Ausglei-chung des zwischen uns streitigen Punktes führen. Ich setzte sogarbei mir selbst schon fest, wieweit ich nachgeben, und bei welchenArtikeln unseres muthmaßlichen Vertrages ich fest stehen bleibenwollte; und das Resultat war, meiner eigenen Schätzung nach, daßich in meine vollen Sohnesrechte wieder eingesetzt wurde und durcheiniges Nachgeben für meine vergangene Widerspenstigkeit büßte.
Inzwischen war ich Herr meiner Person, und empfand das Ge-fühl der Unabhängigkeit, welches der jugendliche Busen mit einerbebenden Mischung des Vergnügens und der Besorgniß in sich aus-nimmt. Mein Geldbeutel war zwar nicht überreichlich gefüllt,aber doch in der Lage, alle Wünsche und Bedürfnisse eines Reisen-den zu befriedigen. Ich war während meines Aufenthaltes in Bor-deaux daran gewöhnt, mich selbst zu bedienen; mein Pferd war frisch,jung und lebhaft, und der Ungestüm meines Geistes überwältigtebald die melancholischen Betrachtungen, unter denen ich meineReise begonnen hatte. Ich wäre froh gewesen, auf einer Straßezu reisen, welche besser dazu geeignet ist, Gegenstände der Neugieroder interessante Aussichten ezu bieten. Aber die Nordstraße wardamals und ist wahrscheinlich noch jetzt, außerordentlich arm in die-sen Beziehungen; auch glaube ich nicht, daß man in irgendeinerRichtung durch Britannien so weit reisen kann, ohne auf Gegen-stände zu treffen, welche cs werth sind, die Aufmerksamkeit zu fes-seln. Meines gewonnenen Vertrauens ungeachtet waren auchmeine Gedanken nicht immer ungetrübt. Selbst die Muse — dieCoquette, welche mich in diese Wildniß lockte — verließ mich gleichanderen ihres Geschlechtes in meiner äußersten Roth; und ich wärezu einem sehr trüben Geinüthszustande gezwungen gewesen, hätteich nicht mit solchen Fremden, die zufällig desselben Weges zogen,mich gelegentlich unterhalten können. Aber die Charaktere, mit
Rvbw der Rothe. I. Z