das Vertrauen zu meinen eigenen persönlichen Fähigkeiten, welchesmich bisher ausrecht gehalten hatte, bedeutend gemildert wurde.Prinz Prettyman, jetzt Prinz und dann Fischersohn, hatte keinbctrübendereS Gefühl seiner Herabsetzung. Wir sind in unseremEgoismus so sehr daran gewöhnt, alle die Nebendinge, mit denendas Glück uns umgibt, als Eigenthümlichkciten zu betrachten, diezu unserer Person gehören, daß die Entdeckung unserer Unwich-tigkeit, wenn wir unfern eigenen Hülfsquellen überlassen sind, un-aussprechlich niederdrückend wird. Als das Gewirre Londons ausmeinem Ohre verschwand, rief mir das Geläute seiner Kirchthürmemehr als ein Mal die Ermahnung zu: „Kehre um!" welchess.in zukünftiger Lordmayor einst vernommen halte; und als ich vondem Highgate zurückblicktc auf die dampfumhüllte Pracht, da wares mir, als ließe ich Bequemlichkeit, Reichthum, Reiz der Gesell-schaft und alle Freuden des civilisirten Lebens hinter mir zurück. —Aber der Würfel war geworfen. Es schien in der That durchausnicht glaublich, daß eine späte und unfreiwillige Unterwerfung un-ter die Wünsche meines Vaters mich in die verlorene Lage wiedercinsetzcn würde. Im Gegenthcil hätte er bei seiner Festigkeit desVorsatzes durch meine zaubernde und gezwungene Einwilligung inseinen Wunsch, daß ich den Kaufmannsstand ergreifen möchte, eherverletzt als ausgesöhnt werden können. Meine angeborene Hart-näckigkeit kam mir auch zu Hülfe, und der Stolz flüsterte mir zu,was für eine erbärmliche Figur ich spielen müßte, wenn die Luft,welche vier Meilen von London entfernt wehte, Vorsätze über denHaufen bliese, die nach der reifen Ucberlegung eines Monats ge-faßt waren. Die Hoffnung auch, welche den Kühnen und denJungen nie verläßt, lieh meinen Aussichten in die Zukunft ihrenGlanz. Mein Vater konnte den Ausspruch, einen Fremden alsSohn zu adoptiren, den er so ohne Zögern gefällt hatte, nichternsthaft meinen. Es mußte nur eine Prüfung meiner Neigungen
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