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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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nach Gefallen, ohne Frage oder Tadel von Seiten meines Vaters.Ich sah ihn in der Lhat selten, außer während des Essens, wo ersorgfältig jedes Gespräch vermied, welches ich, wie Du Dir wohldenken kannst, keineswegs herbeizuführen bemüht war. UnsreUnterhaltung betraf die Tagesneuigkeiren, oder solche allgemeineDinge, über welche auch Fremde miteinander sprechen können;auch würde danach Niemand vermuthet haben, daß ein so wichti-ger Punkt zwischen uns noch unentschieden war. Es beschlich michjedoch mehr als ein Mal wie der Alp. ' War es möglich, daß er sei-nen einzigen Sohn zu Gunsten eines Reffen enterbte, von dessenganzcrExistenz er vielleicht nicht einmal überzeugt war? MeinesGroßvaters Benehmen bei ähnlicher Gelegenheit hätte mir nichtsGutes prophczeiht, hätte ich die Sache ernsthaft überlegt. Aberich hatte mir von dem Charakter meines Vaters einen falschen Be-griffgcmacht, indem ich mich erinnerte, welche Wichtigkeit ich beiihm und der ganzen Familie vor meiner Reise nach Frankreich be-saß. Ich wußte nicht, daß es Menschen gibt, dis gegen ihre Kin-der in früherem Alter sehr nachsichtig sind, weil sie das intcressirtund amüsirt, und die doch hinlänglich strenge sein können, wenneben diese Kinder in späterem Alter ihre Pläne durchkreuzen. JinGegcntheil überredete ich mich, daß Alles, was ich zu fürchtenhätte, eine zeitweilige Entziehung der Zuneigung sei; vielleichtein Landleben von einigen Wochen, was mir eher angenehm alsunangenehm sein konnte, da cs mir Gelegenheit bot, meine unvoll-endete Bearbeitung des 0>lai>,l» luriuso zu beendigen, ein Gedicht,das ich in das Englische zu übersetzen bemüht war. Ich ließ diesenGlauben so ausschließlichen Besitz von meinem Verstände nehmen,daß ich meine vergrabenen Papiere wieder vorgesucht hatte, undüber die oft wicderkehrcnden Reime der Spenserischen Stanze nach-dachte, als ich leise und vorsichtig an die Thür meines Zimmersklopfen hörte.Herein!" riefich, und Owen trat ein. Sore-