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schreiben, sondern durch ihre Gewohnheiten und Gebräuche undGefühle.
Ich fühle indessen kein Vertrauen zu der Art, in welcher ichmeinen Zweck durchführte. Ich war in der That mit meiner Lei-stung so wenig zufrieden, daß ich sie unvollendet bei Seite legte,und sie nur zufällig unter andern werthlosen Papieren in einem al-ten Cabinete wicderfand, dessen Fächer ich durchsuchte, um einemFreundemit einem Angelgeräth zu dienen, das ich seit mehrernJah-ren verlegt hatte. Zwei Werke von ähnlichem Stoffe und vonweiblichen Autoren, deren Talent ihrem Vatcrlande zur Ehre ge-reicht, sind in der Zwischenzeit erschienen; ich meine Mrs. Hamil-ton'sGlenburnie und dieSchildcrung desHochlands-Aberglaubens.Aber das erste beschränkt sich auf die ländlichen Gebräuche Schott-lands, von denen cs eine Schilderung auffallenderund ergreifenderTreue gibt, und die traditionellen Erzählungen der ehrenwerthenund geistreichen Mrs. Grant von Lagan sind von ganz anderer Art,als dieSchilderungen derPhantasie, die ich hier untcrnommenhabe.
Gern möchte ich mich selbst überreden, daß das vorliegendeWerk nicht ganz uninteressant gefunden werden wird. Aeltere Per-sonen wird es an Scenen und Charaktere erinnern, die ihrer Ju-gend vertraut waren, und der Heranwachsenden Generation mages einen Begriff von den Sitte» ihrer Väter geben.
Von Herzen aber wünschte ich, daß die Ausgabe die verschwin-denden Sitten und Gebräuche seines Vaterlandes zu schildern, dieFeder eines einzigen Mannes in Schottland beschäftigt habenmöchte, der dazu befähigt gewesen wäre — dessen, der in der ele-ganten Literatur so ausgezeichnet ist, und dessen Erzählungen„Oberst Caustic" und „Umphraville" die feiner» Züge des Natio-nalcharakters so vortrefflich zeigen. Ich hätte in diesem Falle mehrVergnügen als derLcser gehabt, wie ich jetzt je in dem Stolze eineserfolgreichen Autors fühlen werde, sollten mir diese Blätter eine