den steinernen Boden seines Gefängnisses dem Freunde entgegen indie Arme eilte.
„Mein theurer Edward," sagte er mit fester und selbst herz-licher Stimme, „das ist sehr freundlich von Euch. Ich hörte mitdem aufrichtigsten Vergnügen von Eurem bevorstehenden Glücke.Und wie geht es Rosa? Und was macht unser alter grillenhafterFreund, der Baron? Er ist wohl, denk ich, da ich Euch in Frei-heit sehe, — Und wie werdet Ihr den Vorrang zwischen de» dreiHermelinen und zwischen dem Bär und Stiefelknecht entscheiden?
„Ach, mein theurer Fergus, wie könntJhr in solchem Augen-blicke von solche» Dingen sprechen?"
„Freilich betraten wir Carlisle mit glücklicheren Aussich-ten; am 16. November — als wir nebeneinander einzogcn unddie weihe Fahne auf den Thürmen aufpflanzlen. Aber ich binlein Knabe, mich hinzusetzen und zu weinen, wenn das Glück gc-gtzn mich war. Ich wußte, was ich wagte; wir spielten ei»kühnes Spiel und der Verlust soll männlich bezahlt werden. Undjetzt, da meine Zeit kurz ist, laßt mich zu den Fragen kommen, diemir die wichtigsten sind. — Der Prinz? Ist er den Bluthundenentkommen?"
„Er ist es, und in Sicherheit."
„Gelobt sei Gott dafür! Erzählt mir die nähern Umständeseiner Flucht."
Waverley theilte ihm diese merkwürdige Geschichte mit, soweit sie damals bekannt war, und Fergus hörte ihm mit der größ-ten Aufmerksamkeit zu. Er fragte hierauf nach mehrern andernFreunden, und erkundigte sich genau nach dem Schicksale seiner eige-nen Clansleute. Sie hatten weniger gelitten, als andere Stämme,die an dem Kampfe Theil genommen, denn da sie nach der Gefan-