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1 (1851) Waverley
Entstehung
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Wir wollen es nicht versuche«/ das Zusammentreffen des Va-ters und der Tochter zu beschreiben, die einander so innig liebten,und unter so gefährlichen Umständen von einander getrennt gewesenwaren. Noch weniger wollen wir es versuchen, das tiefe ErröthenRosa's zu beschreiben, als sie die Glückwünsche Waverley's em-pfing, oder uns dabei aufhalten, ob sie danach fragte, was für einbesonderer Beweggrund ihn um diese Zeit nach Schottland geführthätte. Wir wollen den Leser selbst nicht mit der Beschreibung derLiebeswerbungen vor sechzig Jahren belästigen. Es ist genug, zusagen, daß unter einem so pünktlichen Soldaten, als der Baronwar, Alles in der gehörigen Form ging. Er nahm es am Morgennach ihrer Ankunft über sich, Rosa den Antrag Waverley's mitzu-thcilen, den sie mit dem gehörigen Grade mädchenhafter Schüch-ternheit aufnahm. Das Gerücht sagt aber, Waverley hätte schonden Abend zuvor fünfMinuten Zeit gefunden, sie auf das Kom-mende aufmerksam zu machen, während die übrige Gesellschaftdrei verschlungene Schlangen betrachtete, welche ein set ä'eaubildeten.

Meine schönen Leserinnen werden selbst darüber urtheilen, wasaber mich betrifft, so kann ich nicht begreifen, wie es möglich wäre,eine so wichtige Angelegenheit in so kurzer Zeit mitzutheilen;wenigstens nahm sic bei dem Baron eine volle Stunde in Anspruch.

Waverley wurde jetzt in aller Form als ein anerkannter Liebha-ber betrachtet. Auf das Winken und Nicken der Wirthin vomHause mußte er bei dem Essen neben Miß Bradwardine sitzen, beidem Spiele ihr Mitspieler sein. Trat er in das Zimmer, so hattediejenige der vier Miß Rubrick, welche zufällig zunächst bei Rosasaß, gewiß ihren Fingerhut oder ihre Scheere vom andern Ende derStube zu holen, damit der Sitz neben Miß Bradwardine für ihnleer blieb. Und zuweilen, wenn Papa oder Mama nicht bei derHand waren, sie zurechtzuweisen, kicherten die Missen auch unter-