Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
123
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nen gewöhnlichen Eid zu brechen, um die Reugier des Mr. Mor-ton zu befriedigen, dessen frommen Ermahnungen er so viel ver-dankte, aber er hätte den Eid des Stillschweigens auf die Schneideseines Dolches abgelegt; und der schien seiner Meinung nach un-verletzlich zu sein."

Und was ist aus ihm geworden?"

Er wurde in Stirling, nachdem die Rebellen die Belagerungaufgehoben hatten, mit seinem Lieutenant und noch vier andernPlaids gehangen, doch wurde ihm die Ehre eines höhcrn Galgensfür seine eigene Person."

Ich habe wenig Ursach, mich über seinen Tod zu freuen oderzu betrüben, und doch hat er mir viel Gutes und Böses gethan."

Sein Gcständniß wenigstens wird Euch wesentlich nützen,da es Euch von dem Verdacht reinigt, der der Anklage ge-gen Euch eine ganz andere Natur verlieh, als die, welche man ge-gen so manchen andern unglücklichen Edelmann, der jetzt oder frü-her die Waffen gegen die Regierung ergriff, mit Recht erheben kann.Ihr Verrath ich muß der Sache den Namen geben, obgleich Ihrdie Schuld theilt ist eine Handlung, die aus mißverstandenerTugend entsprang, und deshalb nicht als Schande betrachtet wer-den kann, obgleich sie ohne allen Zweifel sehr verrätherisch ist. Wodie Strafbaren so zahlreich sind, muß Gnade für die bei weitem größereMenge walten, und ich zweifle nichtdaran, daß ich Eure Begnadigungbewirken werde, wenn esEuchgelingt, Euch fern von denKlauen derJustiz zu halten, bis diese ihre Opfer gewählt und geschlachtet hat;denn in diesem wie in manchem andern Falle gilt das Sprüchwort:Zuerst gekommen, zuerst bedient. Ueberdies wünscht die Regie-rung in dem gegenwärtigen Augenblicke die englischen Jacobiteneinzuschüchtern, unter denen sich nicht viele Beispiele zur Bestra-fung bieten. Dies ist ein rachsüchtiges und ängstliches Gefühl,welches bald verschwinden wird, denn von allen Nationen ist die