„Ew. König!. Hoheit," sagte Waverley, „müssen sich ausGründe gestützt haben, die mir ganz unbekannt sind, als Sie mirdie ausgezeichnete Ehre anthaten, in mir den begünstigten Liebha-ber der Miß Bradwardine zu vermuthen. Ich fühle die Auszeich-nung, die in der Vermuthung liegt, aber ich habe keinen Anspruchdarauf. Uebrigens ist mein Vertrauen auf mein eigenes Verdienstmit Recht zu gering, um irgendwo zu hoffen, nachdem ich so be-stimmt zurückgewiesen wurde."
Der Ritter schwieg einen Augenblick, sah Beide fest an, undsagte dann: „Auf mein Wort, Mr. Waverley, Sie sind ein weni-ger glücklicher Mann, als ich mit vollem Recht annehmen zu dür-fen glaubte. Aber nun, meine Herren, gestatten Sie mir Schieds-richter in dieser Sache zu sein, nicht als Prinz Regent, sondern alsKarl Stuart, Ihr Waffenbruder für eine und dieselbe glorreicheSache. Lassen Sie meine Ansprüche auf Ihren Gehorsam gänzlichbei Seite gelegt sein, und ziehen Sie ihre eigene Ehre in Erwä-gung, und wiefern es gut oder zweckmäßig ist, unfern Feinden denVorthcil zu gewähren und unfern Freunden das Aergerniß zu ge-ben, daß wir unserer geringen Zahl ungeachtet nicht einig sind.Und verzeihen Sie mir, wenn ich hinzufüge, daß die Namen derDamen, welche erwähnt wurden, von uns Allen mehr Achtung er-fordern , als zu Gegenständen des Zwistes gemacht zu werden."
Er nahm Fergus etwas bei Seite, sprach zwei oder drei Mi-nuten sehr ernsthaft mit ihm, kehrte dann zu Waverley zurück undsagte: „Ich glaube, ich habe den Obersten Mac Jvor überzeugt,daß sein Zorn sich auf ein Mißverständniß stützte, zu welchem aller-dings ich selbst Veranlassung gab, und ich halte Mr. Waverley fürzu großmüthig, um irgend eine Erinnerung an das Vergangenezu bewahren, wenn ich ihm die Versicherung gebe, daß die Sachesich so verhält. — Sic müssen diese Sache ihrem Clan auseinandersetzen, Vich Jan Vohr, um jede neue Gewaltthat zu verhüten."