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Wäre Flora ein Engel, so brächte sie einen zweiten Lucifer an Ehr-geiz und Wuth als Schwager mit."
Der Baron, dessen Gelehrsamkeit gleich Sancho's Witz in derSierra morena aus Mangel an Uebung schimmelig zu werden schien,ergriff freudig die Gelegenheit zu neuer Uebung, die sich ihm da-durch bot, daß Waverlcy in sein Regiment cintreten wollte. Dergutmüthige alte Herr bemühte sich aber, eine Aussöhnung zwischenden beiden ehemaligen Freunden zu bewirken. Fergus blieb kaltgegen seine Vorstellungen, obgleich er sie achtungsvoll anhörte, undWaverley sah keinen Grund ein, weshalb er der Erste sein sollte, dieWiedcranknüpfung eines vertrauteren Verkehres zu suchen, den derHäuptling so unvernünftig abgebrochen hatte. Der Baron er-zählte hierauf die Sache dem Prinzen, welcher, bemüht, Zwistig-keiten in seiner kleinen Armee zu hindern, erklärte, daß er selbst esübernehmen wollte, dem Obersten Mac Ivor Vorstellungen übersein unverständiges Betragen zu machen. Aber in der Verwirrungdes Marsches vergingen ein oder zwei Tage, ohne daß er Gelegen-heit fand, seine Autorität geltend zu machen.
Inzwischen benutzte Waverley die Kenntnisse, die er wäh-rend seiner Anstellung bei Gardiner-Dragoner erworben hatte, undverrichtete bei dem Baron eine Art von Adjutanten-Dienst. Unterden Blinden ist der Einäugige König, sagt ein Sprüchwort, unddie Kavallerie, welche meistens aus Niederlandsedelleuten, so wiederen Pächtern und Dienern, bestand, bekam eine hohe Meinungvon Waverley's militärischer Bildung, und eine große Anhänglich-keit für seine Person. Das entstand in der That zum großen Lheilaus der Genugthuung, die sie darüber fühlten, daß der vornehmeenglische Volontär die Hochländer verließ, um bei ihnen einzutre-ten ; denn es bestand eine alte Eifersucht zwischen der Cavallerieund der Infanterie, welche nicht nur aus der Verschiedenheit des