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„Ich war bei des Ritters Lever, so früh er gewöhnlich aufsteht.Er war nach dem Lager von Duddingston gegangen; ich verfolgteihn dahin; — erbat und erhielt eine Audienz, — doch ich erzähleEuch kein Wort weiter, wenn ich nicht sehe, daß Ihr anfangt, zupacken."
„Ehe ich weiß, ob ich mich dieses Paffes bedienen darf, oderwie er erlangt wurde?"
„Oh, Ihr wißt ja, daß Ihr Eure Sachen wieder herausnch-men könnt. — Nun ich Euch thätig sehe, will ich fortfahren. Alsich Euren Namen zuerst nannte, funkelten seine Augen beinaheeben so sehr, wie die Euren vorhin. Er fragte ernst: Ob Ihr Ge-sinnungen gezeigt hättet, die seiner Sache günstig wären? — Nichtim Geringsten entgegnete ich, und es wäre auch keine Hoffnungvorhanden, daß dies je geschehen würde.— Sein Gesicht verfinstertesich. Ich forderte Eure Freilassung. — Unmöglich! rief er aus,und sagte dann, daß Eure Wichtigkeit als Freund und Vertrautersolcher und solcher Personen meine Forderung ganz übertriebenmachte.— Ich erzählte ihm nun meine eigene Geschichte, und dieEurige, und forderte ihn auf, nach seinen Gefühlen von den mci-nigen zu urtheilen. Er hat ein Herz, Oberst Kalbot, und einfühlendes, was Ihr auch sagen möget. Er nahm ein Blatt Papier,und schrieb den Paß eigenhändig. — Ich will meinen Räthen nichtsvertrauen, sagte er; sie würden mich von dem abbringen, wasrecht ist. Ich will nicht, daß ein Freund, der so geschätzt wird, wieich Sie schätze, durch die peinlichen Betrachtungen niedergebeugtwird, die Sie betrüben müßten, trügen sich in der Familie desObersten Kalbet weitere Unglücksfälle zu; auch will ich einen bra-ven Feind unter solchen Umständen nicht gefangen halten. Ueber-dics, fügte er hinzu, denke ich mich gegen meine klugen Rathgeberdurch die gute Wirkung entschuldigen zu können, welche eine solche