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1 (1851) Waverley
Entstehung
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Ehe er sich genug fassen konnte, um zu sprechen, hatte OberstLalbot seine gewöhnliche männliche Haltung wiedergewonnen, ob-gleich sein trüber Blick noch immer seine innere Angst verrieth.

Sie ist eine Frau, mein junger Freund, welche selbst dieThränen eines Soldaten entschuldigen kann," sagte er, indem erihm das Bild gab, dessen Züge das Lob vollkommen rechtfertigten,und dennoch, weiß cs Gott, ist das, was Ihr hier von ihr seht,nur der geringste Reiz, den sie besitzt besaß, sollte ich vielleichtsagen; doch Gottes Wille geschehe."

Ihr müßt fliehen, müßt augenblicklich fliehen, um sie zuretten; cs ist nicht zu spät,- darfnichtzu spät sein."

Fliehen? Wie ist das möglich? Ich bin Gefangener aufdas Ehrenwort."

Ich bin Euer Wächter ich gebe Euch das Wort zurückich will für Euch haften."

Das verträgt sich nicht mit Eurer Pflicht; auch kann ich mitder schuldigen Rücksicht auf meine eigene Ehre Eure Freisprechungnicht annehmen; Ihr würdet dafür verantwortlich gemachtwerden."

Ich will dafür mit meinem Kopfe verantwortlich sein, wennes nöthig ist," sagte Waverlcy ungestüm.Ich bin die unglück-liche Ursach von dem Verluste Eures Kindes gewesen; macht michnicht auch noch zum Mörder Eurer Gattin."

Rein, mein Theurer Edward," sagte Lalbot, indem er ihnherzlich bei der Hand faßte;Ihr seid in keiner Beziehung zu ta-deln, und wenn ich dies häusliche Leid zwei Tage vor Euch verbarg,so geschah es nur, weil ich fürchtete, daß Euer Zartgefühl es ausdiesem Gesichtspunkte betrachten möchte. Ihr konntet nicht anmich denken, wußtet kaum von meiner Existenz, als ich Englandverließ, um Euch aufzusuchen. Der Himmel weiß, daß die Ver-antwortlichkeit für einen Sterblichen schwer genug ist, sür die vor-Wavcrley. III. g