Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

37

politischen Departement festen Fuß zu gewinnen, trachtete er,sich durch irgend einen kühnen Streich über seine jetzige gefährlicheRauberexistenz zu erheben. Er wurde besonders dazu benutzt, dieStärke der Garnisonen in Schottland, die Stimmung der Offi-ziere re. zu erspähen, und hatte schon lange aufWaverley's Schwa-dron, als der Versuchung zugängig, sein Augenmerk gerichtet.Donald glaubte sogar, daß Waverlcy selbst im Grunde den Stuartszugethan sei, was auch durch seinen langen Besuch bei dem jakobiti-schen Baron von Bradwardine bestätigt zu werden schien. Als Ed-ward daher mit einem von den Leuten Glennaquoich's in seine Höhlekam, glaubte der Räuber, der seinen wahren Beweggrund, dieNeugier, nicht zu würdigen vermocht hätte, seine eigenen Talentesollten zu irgend einer wichtigen Jntrigue des reichen jungen Eng-länders in Anspruch genommen werden. Er wurde auch nicht da-durch enttäuscht, daß Wavcrley alle Winke, die eine nähere Er-klärung herbeiführen sollten, unbeachtet ließ. Sein Benehmengalt für kluge Zurückhaltung, und verletzte Donald Bean etwas,weil er sich von einem Gehcimniß ausgeschlossen fand, wo das Ver-trauen reichen Lohn versprach; er nahm sich daher vor, bei demDrama auch eine Rolle zu spielen, möchte sie ihm nun übertragenworden sein, oder nicht; zu diesem Zwecke bemächtigte er sich, wäh-rend Waverlcy schlief, dessen Wappens, als eines Zeichens, wel-ches er bei den Leuten anwenden könnte, die das Vertrauen ih-res Eapitains besaßen. Seine erste Reise nach Dundee enttäuschteihn zwar über seine erste Vcrmuthung, eröffnete ihm aber ein neuesFeld. Er wußte, daß die Freunde des Ritters keinen Dienst so gutbelohnen würden, als wenn er einen Theil der regulären Armee zudessen Fahnen hinübcrlockte. In dieser Absicht daher begann er dieMachinationen, mit denen der Leser bereits bekannt ist, und welcheeinen Schlüssel zu all den Dunkelheiten in derGeschichteWavcrley's,ehe er Glennaquoich verließ, bilden.