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Alles vermehret. Ich habe zum ersten Male in einer langen undthätigen Kriegslaufbahn sich Briten durch eine panische Flucht'ent-ehren sehen, und zwar vor einem Feinde ohne Waffen und Disci-plin. Und jetzt finde ich den Erben meines theuersten Freundes —den Sohn seines Herzens, wie ich wohl sagen darf— einen Tri-umph theilend, über den er zuerst hätte erröthen sollen. — Wes-halb sollte ich Gardiner beklagen? Sein Loos war glücklich im Ver-gleich zu dem meinen!"
Es lag so viel Würde in dem Wesen des Obersten Talbot, einesolche Mischung kriegerischen Stolzes und männlichen Kummers,und die Nachricht von Sir Everard's Haft wurde mit so viel inni-gem Gefühl gegeben, daß Edward betrübt, beschämt, niederge-schlagen, dem Gefangenen gegenüberstand, der ihm erst vor weni-gen Stunden sein Leben dankte. Er war daher nicht unwillig,als Fergus ihr Gespräch zum zweiten Male unterbrach.
„Se. königl. Hoheit gebieten das Erscheinen des Mr. Waver-leh." Oberst Talbot warf auf Edward einen vorwurfsvollen Blick,der dem scharfen Auge des Hochlandshäuptlings nicht entging. „Seinaugenblickliches Erscheinen" wiederholte er mit besonderer Beto-nung. Waverlcy wendete sich wieder zu dem Obersten.
„Wirschen uns wieder," sagte er; „inzwischen soll jede mög-liche Erleichterung — "
„Ich wünsche keine," fiel der Oberst ihm in das Wort; „laßtmich behandeln wie den geringsten der braven Männer, welche andiesemLagedesMißgeschickesWundenundGefangcnschaftder Fluchtvorzogen; ich möchte beinahe meinenPlatz mit einem der Gefallenenvertauschen, wüßte ich nur, daß meine Worte einigen Eindruckauf Euch machten."
„Laßt den Obersten Talbot sorgfältig bewachen," sagte Fer-gus zu dem Hochlandsoffiziere, welcher die Wache der Gefangenen