„Und Ihr wißt auch, wie ich nicht zweifle, daß das Lehn derBaronie Bradwardine eben so ehrenvoller als cigenthümlicher Artist; ein blankes (welches nach Craig blauem» oder vielmehr kra»-«»,», ein freies Lehn, genannt werden sollte) pro «o,» ltia <iot, a-benili, seu exuoioli , ealiASs regia post balalliaai." — Hier rich-tete Fergus sein Falkenauge mit einem kaum bemerkbaren Zucken derAchseln auf Waverley. „Nun aber stoßen mir," so fuhr der Baronfort, „bei dieser Gelegenheit zwei Punkte des Zweifels auf. Zuerst,ob dieser Dienst, oder diese Lehnshuldigung, überhaupt der Persondes Prinzen gebührt, da die Worte bestimmt lauten: llaiigaa re-gia, die Stiefel des Königs.— Ich bitte Euch, darüber EureAnsicht auszusprechen, ehe wir weiter gehen."
„Ei, er ist Prinz Regent," antwortete Fergus mit löblicherErnsthaftigkeit, „und an dem französischen Hofe werden alle Ehren-bezeigungen, die dem Könige gebühren, auch dem Prinzen Regen-ten erwiesen. Sollte ich übrigens einem von Beiden die Stiefel aus-ziehen, so wollte ich diesen Dienst zehn Mal lieber dem jungen Rit-ter erweisen, als seinem Vater."
„Ja, doch ich spreche nicht von persönlicher Vorliebe. WasIhr aber von den Gebräuchen des französischen Hofes sagt, ist vongroßem Gewicht, und ohne Zweifel kann der Prinz, als alter eg»,das Recht haben, das domagiur» von den großen Kronnlehnen zufordern, da ihn alle treue Unterthanen in seiner Eigenschaft als Re-gent wie den König selbst ehren müssen. Es sei daher weit von mirentfernt, seinen Glanz durch Entziehung dieser Lehnshandlungschmälern zu wollen, die so ganz dazu geeignet ist, ihn zu erhöhen;denn ich frage, ob wohl dem deutschen Kaiser die Stiefel durch einenfreien Reichsbaron ausgezogen wurden? — Aber da liegt die andereSchwierigkeit: Der Prinz trägt keine Stiefel, sondern nur Strüm-pfe und Holzschuh."