Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
194
Einzelbild herunterladen
 

194

werden. Gute Nacht jetzt. Eines nur beunruhigt mich, aber wennder morgende Lag glücklich vorübergeht, will ich Euch deshalb zuRathe ziehen, Glennaquoich."

Ich könnte beinahe aufMr. Bradwardine den Charakter an-wendcn, den Heinrich dem Fluellen beilegt," sagte Wavcrley,indem er mit seinem Freunde ihrem Bivuak zuschritt:

Obgleich er etwas unmodern erscheint,

Sich Werth und Math in diesem Schotten eint."

Er hat viel gedient," entgegnete Fcrgus,und man wundertsich zuweilen, so viel Unsinn mit so viel Verstand bei ihm gepaartzu finden, und ich möchte wissen, was ihn beunruhigen kann;wahrscheinlich etwas wegen Rosa.Horch! Die Engländer stellenihre Posten aus!"

Das Rasseln der Trommeln und der schneidende Ton der Pfei-fen drang den Hügel herauf erstarb erschallte aufis Neue,verstummte endlich. Dann hörte man die Trompeten und Kessel-pauken der Cavallerie die schöne und wilde Kriegesweise spielen,welche das Signal zu dem nächtlichen Lhcile des Dienstes gibt,und die endlich mildem Winde in gezogenen, trüben Tönen erstarb.

Die Freunde, welche jetzt ihren Posten erreicht hatten, blick-ten umher, ehe sie sich zur Ruhe niedcrlegten. Der westliche Him-mel funkelte von Sternen, aber ein Nebel, der von dem Ozean auf-stieg, bedeckte den östlichen Horizont, und rollte in weißen Wolkenüber die Ebene hin, auf welcher die feindliche Armee unter denWaffen lag. Ihre Vorposten waren bis zu dem großen Grabenam Fuße der Höhe vorgeschoben, und hatten an verschiedenen Stel-len große Feuer angezündct, welche mit trübem Glanze durch dendichten Nebel schimmerten, der sie umgab.

Die Hochländer lagen,dicht wie die Blätter in Valum-brosa" auf dem Saume des Hügels, in tiefem Schlafe, nur die