wenn ich lebe, und mein Testamentsvollstrecker, wenn ich sterbe.Sorgt aber dafür, etwas an die Hochlandstrauerweiber zu geben,die für den letzten Vich Jan Vohr die Klagelieder am lautestenbrüllen."
„Das ist das lestameniui» militare," sagte der Baron, „wel-ches bei den Römern des Vorrechtes genoß, mündlich gemacht wer-den zu dürfen." Aber das sanfte Herz der Mrs. Flockhart brachüber die Worte des Häuptlings; ste brach in Klagen aus und lehntecs auf das Bestimmteste ab, das Geld zu behalten, welches Fergusalso selbst wieder nehmen mußte.
„Gut," sagte der Häuptling, „wenn ich falle, so ist es alsofür den Grenadier, der mir den Schädel einschlägt, und ich willschon dafür sorgen, daß er keine zu leichte Arbeit hat."
Der Amtmann Macwheeble fühlte sich versucht, noch ein Malseine Ruder auszulegen, denn wo es auf Geld ankam, da ließ ersich nicht leicht abschrecken. „Vielleicht" sagte er, „ist es besser, dasGold zu der Miß Mac Jvor für die Gefahr des Todes oder desKriegsunglückcs zu tragen. Es könnte als Gabe mortis causa zuGunsten der jungen Dame gelten, und es wären dazu nur zweiFederstriche nöthig."
„Die junge Dame," sagte Fergus, „wird, wenn solch einEreigniß Statt fände, an andere Dinge zu denken haben, als andiese elenden Goldstücke."
„Freilich — unläugbar — daran läßt sich nicht zweifeln; aberEw. Gnaden wissen, daß der Kummer — "
„Für manche Menschen viel erträglicher ist, als der Hun-ger? — Wahr, sehr wahr, Amtmann, und ich glaube, es gibtsc-gar Menschen, die sich durch einen solchen Gedanken über den Ver-lust einer ganzen Generation trösten würden. Aber es gibt einenKummer, der weder Hunger noch Durst kennt, und die arme