grüßen, an den Ihr wenig denkt, und der sich oft nach Euch erkun-digt hat."
Mit diesen Worten zog er Waverley am Arme aus dem Bor-zimmer, und ehe er noch wußte, wohin er geführt wurde, erblicktesich Edward in einem Empfangzimmer, das etwas von königlicherPracht zeigte.
Ein junger Mann, der sein eigenes schönes Haar trug, undsich durch die Würde seines Aeußcrcn, so wie durch den edlen Aus-druck seiner wohlgeformtcn und regelmäßige» Züge auszcichncte,trat aus einem Kreise von Offiizieren und Hochlandshäuptlingcn,von denen er umringt war, hervor. Waverley glaubte später, daßer an seinem leichten und anmuthigcn Benehmen dessen hohe Geburtund ausgezeichneten Rang erkannt haben würde, wären auch derStern aus der Brust und das gestickleBand um das Knie keine äuße-ren Zeichen davon gewesen.
„Erlauben mir Ew. Königliche Hoheit," sagte Fergus, in-dem er sich tiefverbeugtc, „Ihnen — " -
„Den Abkömmling einer der ältesten und treuesten Familienin England vorzustellen?" sagte der junge Ritter, ihn unterbre-chend. „Ich bitte Sie um Verzeihung, mein theurer Mac Jvor, daßich Sie unterbreche, aber es ist kein Ceremonienmeistcr nöthig, umeinen Waverley einem Stuart vorzustellen."
Mit diesen Worten reichte er Edward die Hand mit einer sol-chen Freundlichkeit, daß dieser, hätte er auch gewollt, cs nicht ver-mocht hätte, ihm die Huldigung zu versagen, die seinem Range zugebühren schien, die ihm aber durch seine Geburt ganz gewiß zu-kam. „Ich erfahre mit Betrübniß, Mr. Waverley," fuhr derPrinz fort, „daß Sie in Folge von Umständen, die mir bisher nurmangelhaft auseinander gesetzt wurden, unter meinen Anhängernin Pertshire und während Ihres Marsches einigen Zwang zu erdul-den hatten; aber wir befinden uns in einer solchen Lage, daß wir