„Das möchte ich meinem Freunde nie rathen," cntgegneteMac Jvor. „Aber die Rache sollte das Haupt treffen, nicht dieHand; die tyrannische und bedrückende Regierung, welche diesevorüberlcgten und wiederholten Beschimpfungen veranlaßte undleitete, nicht das bereitwillige Werkzeug, dessen sie sich bei derAusübung dieser Beleidigungen bediente." „Die Regierung?"sagte Waverley.
„Ja," entgegnete der ungestüme Hochländer, „das usurpa-torische Haus Hannover, dem Euer Großvater eben so wenig ge-dient haben würde, als er glühend rothes Gold von dem bösenFeinde in der Hölle angenommen hätte."
„Aber seit den Zeiten meines Großvaters haben zwei Dyna-stien diesen Thron besessen," sagte Edward gelassen.
„Allerdings," entgegnete der Häuptling: „und weil wir ih-nen so lange die Mittel ließen, ihren angeborenen Charakter zu zei-gen;—weil Ihr und ich in ruhiger Unterwerfung lebten, weil wirdurch die Zeiten sogar so weit gebracht wurden, eine Anstellung un-ter ihnen anzunehmen, wodurch sie die Gelegenheit fanden, unsdurch Entziehung derselben öffentlich zu beschimpfen, sollten wiruns wegen der Ungerechtigkeiten nicht rächen dürfen, die unsereVäter nur fürchteten, wir aber wirklich erfuhren?— Oder ist dieSache der unglücklichen Stuarts weniger gerecht geworden, weilihr Titel auf einen Erben siel, der unschuldig an dem ist, was mander Regierung seines Vaters zur Last legte? — Erinnert Ihr Euchder Verse Eures Lieblingsdichters:
Richard, src! verzichtend seinem Throne,
Konnte »nr entsagen seiner Krone;
Jetzt — gehört sie Richard'« Sohne.
„Ihr seht, mein lieber Waverley, ich kann Poesie eben so gutcitiren, wie Flora und Ihr. Doch kommt, erheitert Eure finstereStirn und vertraut mir, Euch einen ehrenvollen Weg zu einer