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Es war keiner von des Häuptlings Fehlern, gegen das seinenFreunden gethane Unrecht gleichgültig zu bleiben, und für Edwardfühlte er eine tiefe und aufrichtige Lheilnahme, selbst abgesehen nochvon gewissen Plänen, mit denen er im Zusammenhänge stand. DasVerfahren schien ihm eben so auffallend, als Edward. Er kannte inder That mehr Gründe als Edward zu dem strengen Befehle, au-genblicklich zu seinem Regimente zu stoßen. Daß aber der kom-mandircndc Offizier, ohne weiter nach den Umständen nothwendi-gcr Verzögerung zu fragen, im Widerspruch mit seiner anerkann-ten Redlichkeit auf eine so harte unredliche Art verfuhr, war fürihn ein Gchcimniß, das er nicht zu ergründen vermochte. Er be-ruhigte unfern Helden jedoch, soviel in seiner Macht stand, undbegann feine Gedanken auf Rache für seine beleidigte Ehre zu lenken.
Edward ergriff diese Idee hastig. „Wollt Ihr eine Ausfor-derung von mir an den Oberst Gardiner überbringen, und mich da-durch für ewig verpflichten?" fragte er.
Fergus zögerte einen Augenblick und sagte dann: „Das ist einBeweis der Freundschaft, über den Ihr gebieten dürftet, könnte ernützlich sein oder zur Gcnugthuung Eurer Ehre gereichen, aber ichzweifle, daß in dem vorliegenden Falle Euer Eommandeur Euchdie Genugthuung für Schritte gewähren würde, die, so hart undungerecht sie auch sein mögen, doch in dem strenge» Bereicheseiner Pflicht lagen. Ueberdics ist Gardiner ein Hugonott, undhat über das Sündige des Duells Begriffe angenommen, von de-nen er unmöglich abweichen kann, besonders da sein Muth über al-len Verdacht erhaben ist. Außerdem darf ich, um die Wahrheitzu sagen, in diesem Augenblicke aus sehr wichtigen Gründen keinerGarnison dieses Gouvernements nahe kommen."
„Und soll ich ruhig und geduldig die empfangene Schmach hin-nehmen?" riefWaverley.