Der alte Mann, dessen Becher gefüllt blieb, antwortete: „Esklebt genug Blut von dem Stamme Jvor's an der Hand Brad-wardine's."
„Ha, Ballenkuiroch," entgegnete der Erste, „Ihr denktmehr an den Blitz der Muskete auf dem Gebiete von Tully - Veolan,als an das Blitzen des Schwertes, das bei Preston für unsereSache focht."
„Und wohl mag ich das," antwortete Ballenkuiroch, „derBlitz der Muskete kostete mich einen schönhaarigen Sohn, und dasblinkende Schwert hat nur wenig für König Jacob gethan."
Der Häuptling erklärte Waverley mit zwei Worten auf Fran-zösisch, daß der Baron vor 7 Jahren dieses alten Mannes Sohn ineinem Gefechte bei Tully-Veolan erschossen hätte, und eilte dann,Ballenkuiroch's Vorurtheil zu beseitigen, indem er ihm sagte, daßWaverley ein Engländer sei, mit der Familie Bradwardine wederdurch Blut, noch durch Hcirath verbunden, woraus der Alte seinenbisher unberührten Becher erhob, und artig auf des Capitains Ge-sundheit trank. Als dies im Guten abgemacht war, gab derHäuptling den Pfeifern ein Zeichen, auszuhören, und rief dannlaut: „Wo hat sich der Gesang versteckt, meine Freunde, daßMac-Murrough ihn nicht finden kann."
Mac Murrough, der Familienbarde, ein bejahrter Mann,beachtete sogleich den Wink, und begann mit leisen und schnellenTönen eine Menge celtischer Verse zu singen, welche von den Zuhö-rern mit dem Beifall des Enthusiasmus vernommen wurden. Jeweiter er in seiner Deklamation kam, desto mehr schien seine Gluthzuzunehmen. Anfangs hatte er mit aus den Boden gehefteten Au-gen gesprochen; dann ließ er seine Blicke umherschwcifen, als suche,und endlich als gebiete er Aufmerksamkeit, und seine Stimme erhobsich zu wilden leidenschaftlichen Tönen, begleitet von passenden Ge-bchrden. Es schien Edward, der ihm mit der größten Aufmerksam-