Phantasie zu zeigen, und gleich einem Kinde unter seinem Spiel-wcrk stiegen aus de» glänzenden, doch nutzlosen Bildern, mit de-nen seine Phantasie angefüllt war, Bisionen herauf, eben so herr-lich, doch eben so flüchtig, als die an dem abendlichen Himmel.Die Wirkungen dieses Rachgebens gegen seine Stimmung und ge-gen seinen Charakter werden sich in dem nächsten Kapitel zeigen.
Fünftes Kapitel.
Wahl eines Standes.-
Aus der Genauigkeit, mit welcher ich Waverley's Beschäfti-gungen schilderte, und der schiefen Richtung, welche diese unver-meidlich seiner Phantasie gaben, wird der Leser vielleicht vermuthen,daß ich in der folgenden Erzählung eine Nachahmung des Romanesvon Cervantes geben wolle. Aber er thut durch diese Vermuthungmeiner Klugheit Unrecht. Meine Absicht ist nicht, den Schritten je-nes unnachahmlichen Schriftstellers zu folgen,indem ich eine so gänz-liche Verwirrung des Geistes beschreibe, daß er die Gegenstände,die sich den Sinnen bieten, entstellt, sondern jene gewöhnlichereVerirrung vom gesunden Urtheilc, welche die Ereignisse zwar inihrer Wirklichkeit auffaßt, aber ihnen eine Färbung eigenen roman-tischen Tones mittheilt. Edward Wavcrley war so weit davon ent-fernt, allgemeine Sympathie mit seinen eigenen Gefühlen zu er-