Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen
 

27

ben. Wenn uns nicht wohl ist, können wir nicht glücklich sein; des-halb ist es nicht überraschend, daß Edward Waverlcy vermuthcte,er mißfiele der Gesellschaft und sei für dieselbe nicht geeignet, nurweil er die Gewohnheit noch nicht erworben hatte, in ihr mitBequemlichkeit und Gemächlichkeit zu leben, und gegenseitig Ver-gnügen zu empfangen und zu bereiten.

Die Stunden, die er mit seinem Oheim und seiner Laute zu-brachte, wurden auf das Anhören oft wiederholter Geschichten deserzählungssüchtigen Alters verwendet. Aber selbst hier wurdeseine Einbildungskraft, die vorherrschende Fähigkeit seines Geistes,oft angeregt. Familientraditionen und genealogische Geschichte,auf welche Sir Everards Unterhaltung sich oft wendete, ist daswahre Gegentheil des Bernsteins, der, selbst von wcrthvoller Sub-stanz, häufig Fliegen, Stroh und andere Kleinigkeiten in sichschließt; diese Studien, die an und für sich selbst unbedeutend undkleinlich sind, dienen nichts dcstowenigcr dazu, einen großen Lheilvon dem dauernd zu erhalten, was in alten Sitten selten undwerthvoll ist, und manche merkwürdige Und genaue Thatsachen zuerhalten, die auf keine andere Weise zu erhalten gewesen wären.Wenn daher Edward Waverley auch zuweilen über die trockeneErzählung der Reihe seiner Vorfahren mit ihre» verschiedenenZwischenheirathen gähnte, und innerlich die ängstliche, kleinlicheGenauigkeit verwünschte, mit welcher der würdige Sir Everarddie verschiedenen Grade der Verwandtschaft zwischen dem HauseWaverley und den wackeren Baronen, Rittern und Esquircn auf-zählte, mit denen sie verschwägert waren, wenn er ungeachtetseiner Verpflichtungen gegen die drei steigenden Hermeline zu-weilen in seinem Herzen die Sprache der^Heraldik, ihrer Greifen,ihrer Maulwürfe, ihrer fliegenden Eidechsen, ihrer Drachen, mitder ganzen Bitterkeit des Heißsporn selbst verwünschte, so gab es