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so zahlreiche Sammlung von Bänden, wie sie im Laufe von zweiJahrhunderten durch eine Familie angehäuft worden, die immerreich gewesen war, und folglich auch immer geneigt, als ein Zeichender Pracht ihre Schränke mit der laufenden Literatur des Tageszu füllen, ohne viel Unterscheidungsgabe und Urtheil. Ueber diesesganze weite Gebiet ward Edward die freie Herrschaft gestattet.Sein Lehrer hatte seine eigenen Studien; Kirchenpolitik und Con-lroverscn im Verein mit einer Liebe zu gelehrter Gemächlichkeitlenkten seine Aufmerksamkeit zu gewissen Zeiten zwar nicht ganzvon den Fortschritten ab, die der präsumtive Erbe seines Patronesmachte, bewogen ihn aber doch bereitwillig, jede Ausrede zu er-greifen, wenn er keine strenge und regelmäßige Aufsicht über dessenallgemeines Studium führte. Sir Evcrard selbst war ein Stu-dent gewesen, und hielt sich gleich seiner Schwester, Miß RahelWaverlcy, an den allgemeinen Grundsatz, daß Trägheit unverträg-lich mit irgend einer Art des Lesens ist, und daß die bloße Verfol-gung alphabetischer Charaktere mit dem Auge eine nützliche undverdienstliche Beschäftigung ist, ohne ängstliche Erwägung, wasfür Gedanken oder Lehren sie zufällig enthalten. Mit dem Ver-langen nach Unterhaltung, welche eine bessere Leitung bald in denDurst nach Wissen verwandelt haben würde, schiffte daher derjunge Waverlep durch das Büchcrmeer wie ein Fahrzeug ohne Pi-lot oder Steuerruder. Nichts steigert sich vielleicht durch Nach-sicht mehr, als eine flatterhafte Neigung des Lesens, beson-ders bei solcher Gelegenheit zur Befriedigung. Ich glaube, einGrund, weshalb so zahlreiche Beweise der Gelehrsamkeit unter dennieder» Ständen Statt finden, ist, daß bei denselben geistigenKräften der arme Student auf einen geringen Kreis beschranktist, um seine Leidenschaft nach Büchern zu befriedigen, und daßer sich deshalb nothwendiger Weise mit den wenigen, die er besitzt,innig vertraut machen muß, ehe er sich neue anschaffen kann.