den» hätte die ganze Summe seiner ungeheueren Lhaten auf einmaldie Ohren Sir Everards erreicht, so kann kein Zweifel darüberStatt finden, daß der neue Beamte wenig Ursache darüber gehabthaben würde, sich zu dem Erfolge seiner politischen Laufbahn Glückzu wünschen. Der Baronct war zwar der gutmüthigste Mensch,aber doch nicht ohne verletzbare Punkte in seinem Charakter; seinesBruders Ausführung hatte diese tief verwundet; die Waverley-Besitzungen hatten keine» Erbfolgezwang — denn nie war es einemdcr früheren Besitzer in den Sinn gekommen, daß einer seiner Enkelsich solcher Vergehungen schuldig machen könnte, wie die, welcheDyer Richard zur Last legte — und wäre das auch der Fall gewesen,so würde doch die Heirath des Besitzers für jeden Seitenerben sehrmißlich gewesen sein. Diese verschiedenen Gedanken fuhren SirEverard durch'dcn Kopf, ohne aber einen bestimmten Entschlußhervorzurufen.
Er besichtigte seinen Stammbaum, welcher, geziert mit man-chem Embleme der Ehre und des Heldenmuthes, an der wohlpolirtenTafelwand seiner Halle hing. Die nächsten Abkömmlinge des SirHildebrand Waverley waren, in Ermangelung derer seines ältestenSohnes Wilfred, welche von seinem Bruder und Sir Edward al-lein vertreten wurden, wie dieses hochgeehrte Verzeichniß ihm sagte,und er in der That sehr wohl wußte, die Waverley's von Highley-Park, mit denen der altere Zweig oder vielmehr Stamm des Hau-ses seit dem großen Prozesse im Jahre 1V70 jede Verbindung abge-brochen hatte.
Dieser entartete Zweig hatte sich noch eine weitere Beleidigunggegen das Haupt und die Quelle seines Adels zu Schulden kommenlassen, und zwar durch die Verheirathung seines Stammhauptcsmit Judith, der Erbin von Oliver Bradshave von Highley-Park,dessen Wappen, dasselbe, wie das des Königsmörders Bradshavcs,sie mit dem alten Wappen Waverlcp's quadrirte. Diese Beleidi-