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1 (1851) Waverley
Entstehung
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sprechen von der Schwierigkeit, verschiedene Leidenschaften in den-selben Zügen zu demselben Augenblicke auszudrücken: es würdenicht minder schwierig für den Moralisten sein, die gemischten Ge-fühle zu analysiren, welche sich vereinigen, um den Impuls unsererHandlungen zu bilden. Richard Waverley las und überzeugte sichselbst durch Geschichte und gesundes Urtheil, daß nach den Wortendes alten Liedes:

Scherz nur war gehorsam Dulden,

War es, »ich: zu widerstreben.

aber die Vernunft wäre wahrscheinlich unfähig gewesen, erblicheVorurtheile zu bekämpfen und zu beseitigen, hätte Richard vermu-then können, daß sein älterer Bruder, Sir Everard, eine früheTäuschung sich so zu Herzen nehmen würde, mit 72 Jahren nochunverheirathet zu sein. Die Aussicht auf Erbfolge, wie fern sie auchsein mochte, würde ihn in diesem Falle veranlaßt haben, cs zu er-tragen, durch den größeren Theil seines Lebens, als Master Richard,des Baronets Bruder, sich hinzuschleppcn, in der Hoffnung, daßer vor dessen Schluß als Sir Richard von Waverley Waverley-House ausgezeichnet werden würde, Erbe eines fürstlichen Besitz-thumes, und von ausgedehnten politischen Verbindungen als Hauptder Grafschaft, in welcher es lag. Doch dies war eine Zusammen-stellung von Dingen, die sich bei Richards Eintritt in das Lebennicht annehmen ließ. Sir Everard war damals noch in der Blütheseines Alters und gewiß, ein willkommener Werber in beinahe jederFamilie zu sein, mochte nun Reichthum oder Schönheit der Gegen-stand seiner Bewerbungen sein; und seine baldige Verheirathungwar damals in Ler Lhat ein Gerücht, welches die Nachbarschaftregelmäßig ein Mal jedes Jahr unterhielt. Sein jüngerer Brudersah keinen gangbaren Weg zur Unabhängigkeit, als durch die Be-nutzung seiner eigenen Kräfte und die Annahme eines politischenGlaubens, der mit seinem Verstände und seinem Interesse mehr