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15 (1853)
Entstehung
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Nun denn!" versetzt die Meisterin,

Was fertig ist, ist fertig!"

Nein, Kind, sprich froh, wie ich es binGvttlvb, der Schuh ist fertig!"

Ei," brummt sie,laß die Narrethei!"Bin ich doch nicht dein Papagei.

Znm Henker mit den Schuhen!"

Wie? mir nur nicht, zur Liebe hierWillst du fünf Wörtchen sagen?

Sei doch vernünftig; jage mirNicht Galle in den Magen!"

Ei, Galle hin und Galle her,

Ich thu' es nun und nimmermehr,

Pack' dich von dannen, Alter!"

Der Meister faßt den Knieriem' nunUnd schwingt ihn in den Händen:

Noch einmal frag' ich: willst dn's thun?

Es könnt' sonst garstig enden!"

Er droht umsonst. Die MeisterinVerharrt in ihrem EigensinnUnd weist ihm stolz den Nacken.

Der Faden der Geduld zerriß;

Und thätig ward der Riemen.

Es hat in einem Hui gewißIhr Rücken zwanzig Striemen.

Sic schimpft und heult. Er aber schlugBis laut sie schrie:Es ist genug!

Gottlob, der Schuh ist fertig!"