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AeiWhrsgniße nn vr. Heinrich Schnmziger.*)
1. Ermuthigung.
(1813.)
Wo der Weisheit Rosen blühen,
Bricht kein Erdcnstnrm sic ab;
Darum laß den Umnuth ziehen,
Werde froh, mein Aescnlap!
Mögen sich die Thoren zanken;
Aenderst sie nicht allzumal.
Mildre Du den Schmerz der Kranken;
Thoren heilt der Thorheit Qual.
Oft, wer Tonnen Goldes hütet,
Ist der ärmste Schach dabei;
Wer der Sklavenwelt gebietet,
Ist darum nicht selber frei.
Stark, mit heiligem Gewissen,
In der eigne» Brust den Gott,
Gleichen Muths Fortnnens KüssenStehn, und ihrer Tücken Spott;
*) Zschokke pflegte fast jeden Ncujahrsmorgen seinem treuen HauSarztcund vieljährigen Freunde einen poetischen Gruß zu übersenden. Obigesist die vollständige Sammlung davon. — Schnulziger war als Menschund Arzt gleich achtungswürdig; sein ganzes Leben war ein uner-müdliches, uneigennütziges Streben, Andern wohlzuthnn. Selten warddaher auch ein Sterblicher bei seinem Tode in so weitem Umkreisvon Allen, die ihn kannten, so aufrichtig beweint. Er starb deng. August 1830.