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An Emil.
(Am Pflügst»,orgen 1888.)
Es rauschen die Zweige, die Welle» gehn;
Die Wolken schwimmen in Bergeshöhn;
Die Menschen ringen mit Lust und MnhnUnd bringen's nicht weiter und verblüh«;
Und bei dem alten, ewigen SpielSchläft mein Emil!
Er schlummert an warmer Mutterbrnst,
Des Lebens Mühen sich unbewußt;
Um seiner Jugend Morgenthor
Schwebt noch ein goldner, dämmernder Flor;
Ihn quält nicht des Lebens Geheimniß viel.
Schlaf, mein Emil!
Der scheue, goldne Flor verrinnt,
Bald tanzt unter Blumen das fröhliche Kind;Es drängt sich an Vater- und Mutterherz,
Und flüchtig verschwebcn ihm Lust und Schmerz;Es ist ihm ein Träumen der Kindheit Spiel.Schlaf, mein Emil!
Der Jüngling verschmäht den holden Traum,Ihm wird zu enge der heimische Raum;
Ihn fordert das Schicksal vom VaterhausHinaus in die Welt, in den Sturm hinaus;
Er fühlet die Kraft, er fordert das Ziel,
O mein Emil!
Der Mann gehöret dem Leben an,Soll bahnen sich seine Ehrenbahn;