304
Nicht scheidet »ns Kirche, nicht Meinung und Stand,In Liebe, Hoffnung und Glauben;
Wir alle find ja dem Himmel verwandt,
Das lasset das Herz sich nicht rauben.
Und diesen Glauben bewahren wir treu,
Er machet uns selig, mnthig und frei.
Von Vätern die Freiheit errungen ist,
Die Jugend sott sie bewahren!
Und droht des Frevlers Gewalt und List,
Sv ziehen wir ans in Schnuren.
Wir zich'n hinaus zn Sieg oder TodUnd Gott wird helfen in blutiger Noth!
Nicht Alles vermag das gewaltige Schwert,
Der Geist nur regieret die Stürme;
Wir halten die Wissenschaft hochgeehrtDem Vaterlands zum Schirme.
Fort mit dem Heuchler und Finsterling,
Er schmiedet der Knechtschaft Kcttcnring!
Für Recht und Freiheit wie Männer z» stehnEntstammt für das Gute und Wahre,
Das ist zn Gott unser inniglich FlchnAn des Vaterlandes Altäre;
Das ist aller Schweizer ewiger Bund,
Ihr Brüder, .schwört ihn mit Herz und mit Mund!