Druckschrift 
15 (1853)
Entstehung
Seite
255
Einzelbild herunterladen
 

255

Doge

(erhebt sich jach vom Sessel, sinkt langsam zurück, und spricht in tiefsterBewegung mit unterdrücktem Ton dcö Schmerzes).

Höllisch Wese»! Weh, wie wird mir? . . .

Er der Mörder! . . Schwarze Lüge!

Wüstes Blendwerk meiner Sinnen!

Kann ein Mensch mit seinem Todfeind,

Nebeln gleich, Hnsammenrinnen?

Und doch ist cr's! Er steht da! . . .

Rosam » nde

(die bei Abcllino's Verwandlung ihr Antlitz verhüllte, tritt zum Doge»,ihre eignen Gefühle bekämpfend).

Mein erlauchter Oheim . . . Vater . . .

Ihr entfärbt Euch . . . Eure Blicke . . .

Ruhet . . . sammelt Eure Kraft.

Laßt dies grauenvolle Räthsel,

Wenn es kann, sich selbst entwirren.

Richtet nicht! . . . Ihr gabt ihn, Vollmacht . . .lind er bat, erinnert Euch

Um Vertrau'«, was immerhinSich Vor »nS ereignen möge . . .

F l o d o a r d o.

(der mehrmals zum Dogen zu reden versuchte, als er dessen Bewegungenbemerkte).

Darf ich . . Hab' ich Euch verstanden?

Nur ein Wort . . .

Doge

(zu Rosamundcu, ohne ihn zu hören)."

O still! v still!

Fluche, Kind, des blöden AltersAllznglänb'ger Zuversicht.