Druckschrift 
15 (1853)
Entstehung
Seite
26
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Lanrina.

Vernehmet, welche Macht dem Brunnen ward gegeben.

Am Unglückstag, da mich der Fürst von KandaharHiehcr gebannt, wünscht' ich, was sehr natürlich war,

De» Tod mir, raufte voll Verzweiflung mir das Haar,

Ich hält' im blinden Schmerz das Leben mir genommen,

Mär' nicht ein bcfs'rcr Geist zn meinem Trost gekommen.

Vom Jammer ganz erschöpft lag ich im Walde da,lind winselte, als mir, ich weiß nicht wie, geschah.

Ich sah den Himmel ganz von Pnrpnrstammen glühen;

Der weite Wald erklang von seltnen Melodien,

Ein jedes Blatt am Baum ward zur Harmonika,llnd jeder Grashalm stand voll Diamanten da.

Und durch die Lüste schwamm, von Noscnwolkc» getragen,

Bon sieben Tauben bespannt, ein goldcnstrahlcnder Wagen,Und wie die Liebe schön saß eine Frau darin.

ES war Titania, die Elfenkönigin.

Sie hielt den Wagen an. In mitleidsvoller MieneSah sie herab ans mich, und sprach:Getrost, Lai» ine!Zwar nicht mein Götterwort, nicht Oberons LilienstabNimmt die Verzauberung, du Arme, von dir ab.

Doch was Unsterbliche nicht vollbringen,

Das kann der Liebe wohl gelingen.

Sieh drüben unter dem NosendornDen stebcnarmigen Wasserborn!"

Und wie die Göttin sprach, sah ich gleich silbernen BlitzenDie sieben Quellen dort in hohen Kreise» spritzen.

Jst'S möglich," fuhr sic fort,daß dich ein NittersmannMit reinem Sinn und ohne Selbstsucht lieben kann,

Ein Mann, entschlossen, für dich das schwerste Stück zn wagen ..