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1 (1857)
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Sarmsheim, verwarfen den Frieden als verrätherisch, wortbrüchigund ungültig').

Um so mehr gewann nun letzterer, der Deutschmeister, der bis-her immer schon sich des Kaisers hoher Gunst erfreute und in sol-chem Ansehen stand, daß er aus dem Reichstage zu Frankfurt selbstdessen Stelle vertrat, neuen Muth, gegen den Hochmeister als Klä-ger aufzutreten und es galt als eine für den ganzen Orden inDeutschland höchst wichtige Begünstigung des Kaisers, daß er am1. August 1437 die alten Statuten des Hochmeisters Werners vonOrseln von neuein bestätigte"), denn durch sie hielt sich nun derDeutschmeister für vollkommen berechtigt, den Hochmeister vor ei»General-Ordcnskapitel in Mergentheim vor Gericht zu ziehen. Erlud ihn wirklich zur Verantwortung über sein ihm angeschnldigteS,gesetz- und ordnungswidriges Handeln vor. Es war der erste Schrittzu des Hochmeisters beabsichtigter Absetzung, denn der Deutschmeister,durch die kaiserliche Bestätigung der erwähnten Statuten ermächtigt,erhob sich somit zum Richter über seinen Gebieter, das Oberhauptdes Ordens'). Hatte der Kaiser schon auf diese Weise der Spal-tung und innern Zerrissenheil des Ordens entschieden offenen Vor-schub geleistet, so verfolgte er in der letzten Zeit ins Geheim auchnoch den Plan, den Orden in Preußen gänzlich aufzuheben, ihn andie Gränze der Türken zu versetzen und späterhin wo möglich mitdem Johanniter-Orden zu verschmelzen^). Diese Gefahr beseitigteindeß sein bald darauf erfolgter Tod.

Um so mehr ward Herzog Albrecht von Oesterreick), Si-gismunds Nachfolger, als Römischer König vom Orden in Preußenmit Freude begrüßt und um so zuversichtlicher hoffte man auch aufeine für den ganzen Orden glücklichere Zeit, zumal da sich Albrechtbisher immer schon als sein Gönner und Beschützer bewiesen. Manverfehlte daher auch nicht, ihm mit neuen Huldigungen entgegen zukommen'). Allein den Frieden von Brzesc ebenfalls für ungültig

st Voigt VII. 680 ff. Aschbach IV. 287 ff.st Die kaiserl. Bestätigung, dat. Eger am T. Petri aä vineula 1137 bäBagger III. 68.

st Die Streithändcl des Deutschmeisters mit dem Hochmeister ansfiihrüchbei Voigt VII. 685.

st Voigt VII. 700. Aschbach IV. 291.st Vgl. Voigt VII. 705.