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1 (1857)
Entstehung
Seite
156
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und so nennt er sich selbst auch oft'). Als solcher hatte er dieselbeStellung, wie der morgenländische Großkomthur zu Acconch. J„dieser stellvertretenden Würde erscheint er auch noch bis in die letz-ten Jahrzehnte des 13ten Jahrhunderts^). Sehr häufig finden wirihn auch schon in den ersten Zeiten Präceptor von Deutschland,Präcchtor des Deutschen Hauses in Alemannien oder Gebictiger undGroßgebietiger in Deutschen Landen genannt, eine Benennung, riibis gegen das Ende des 13ten Jahrhunderts gewöhnlich blieb m,i>selbst im Anfänge des 14ten Jahrhunderts kommt sie noch zu-weilen, doch schon immer seltener vorH. Seitdem nannte sich derDeutschmeister gemeinhin Magister oder Dreister des Ordens i»Deutschen Landen, Dreister in Deutschland, während der Hochmeistrrihm stets nur den schon im Ordensbnche bestimmten Titel ObersterGebictiger in Deutschland ertheilt°). Selbst die Benennung Hoch-meister wird ihm hie und da beigclcgt, insofern ausschließlich vomOrden in Deutschland die Rede ist°). Wann sich zuerst dieser Ge-bietiger Meister in Deutschen und Welschen Landen genannt habe,ist ungewiß. Wir begegnen dieser Bezeichnung nicht viel vor derDritte des 14ten Jahrhunderts und der Deutschmeister Wolfram von

') Der erste Deutschmeister Hermann bezeichnet sich als cx liao parts mm!ex inanclato snziorioris lilaArstrl l'rcceptor aoustitntns, licet InlUgnns. kil-lten. IV. 869. Gewöhnlich heißt der Dcntschincistcr Aarons vicos LlagislriAonsralis in Dlivntonla oder liadons vicos nnstras ^er rlleinanniani. I-anxII. 299. 213. lasgor I. 20. -lbcta rlcallonr. Ualat. II. 26.

Orant Oonnnanllcor au ior <Iv liasziitan lies alvinans et vn len lennristre wie sich Eberhard von Seyn 1219 oder Orant Ooininanäeor llo la saiiileinaison llel Iioszrital ile netro äains lies rVIvinans, tenant Inee etc nnüstre etper le nnüstre, wie sich Hartman» von Hcldrnngen 1263 in morgenländiMUrkunden nennt, Illxloinatar. Orllin. Dont- I. 0. 12. im Staats-Archiv z»Berlin.

') So der Deutschmeister Matthias 1283. I-anx IV. 237.

'') Wir finden sic noch 1302, 1305 und 1311; auch zuweilen I'rovisor still

kreceptor.

'h In Lateinischen Urkunden Uroosxtor Fsnoralis. ^.ota ^.cail. 1'alat. II-32. In seine» Schreiben an den Hochmeister nennt sich der Deutschmeister im-mer nur ,,Gebictiger in Deutschen und Welschen Landen", oder „Oberster Ge-bietigcr" n. s. w., späterhin auch Meister.

") So nennt Kaiser Ludwig IV. in einer Urk. von 1331 den Hochmeisl"1'rceoi'tor xvnvralls, den Deutschmeister dagegen llla^istvr xencralis tvtius 6er-rnanio, scervtariirs ncstcr llilovtns. lavgcr 11. 11. 100. und Oberster Ma-ster. Ouävn- IV. 1017- 11c Wal I. 317.