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1 (1857)
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es dieser oder jener dem Diöcesan-Bischöfe oder Archidiaconus an,schlug zur neuen Besetzung zugleich einen Priesterbruder vor, prä-sentirte ihn als zu solchem Amte völlig würdig und befähigt undbat um Zulassung und Jnvestirung in seine Rechte, sowie in Alles,waS zur Seelsorge und zu seinem geistlichen Amte gehörte'). Wardies im Aufträge des Bischofs durch irgend einen Geistlichen derDiöcese geschehen, so wies alsdann der Landkomthur den Ordens-pfarrer in die Pflichten und Obliegenheiten der Oeconomieverwaltungseines Amtes ein. Wie er in diesen dann dem Landkomthur,so war er in Betreff aller seiner geistlichen Pflichten dem Diöcesan-Bischofe verantwortlich. Oft behielten sich schon bei Vergabung sol-cher Kirchen an den Orden die Erzbischöfe, Bischöfe und Archidia-cone gewisse Rechte und Obliegenheiten vor, durch welche der Or-denspfarrer in seinen Amtsverhältnissen auch an sie immer nochgebunden blieb"). Doch fand schon der Papst Alexander IV. fürnothwendig, gewisse Gränzen zu bestimmen, über welche die Anfor-derungen der Erzbischöfe und Bischöfe an die Ordenskirchen nichthinausgehen sollten").

Die Einkünfte des Ordenspfarrers bestanden theils im Ertragedes seiner Kirche zugehörigen Grundeigenthums, theils in den ihrzugewiesenen Korngülten, Zins, Zehnten, Opfergeld und sogenanntemPfenniggeld, wofür von ihm meist Jahrestage mit Vigilien undSeelmessen abgehalten werden mußten''). Ueber die Verwendung

h So in einer Urkunde vom I. 1351 im Archiv zu Koblenz. Der Land-komthur bittet, den Präscntirten, viruin utigue iäoneuin vt bene inorituin vir-tute Imins xirssentntionis äs os lnoto ncl pastorinin clioto ooelosie aäinittorsixsninguv in vauüsin instituoro et euuäein ü« eaclein et suis iuridus et nt-tinentii«, universis investire. bUez-berZ VII. 60. 159.h Uaeoinblvt II. 46.

Bulle Alexander IV., dat. Viterdü VIII. 6al. üulü zi. a. IV. an denOrden gerichtet, ^.uotoritats vodis xn-esentiiim inäulAkinus, nt ^rdneznsoopiet exisoopi et nlü oodeniaruin prolnti in vestris guas balietis et tvnetis ee-elesüs, s»Iva. ziroenratione, si gun Lederet eisilein, eo tantuininoüo iure eintcontenti, (juoct iz>ei et znecleeessores eornin s. nodis et znvcleeoesoridus nostrisnooeuntur liavtvnn« bnbuisso. (juoü si ninxlins in preäietis eeolesiie peterevvl oxtorguere eontenäsrent, vodis iü liveat anetoritnts soclis apostolive 6s-negLro.

*> Beispielsweise hatte der OrdenSPsarrer zu Weimar an Einkünften: anstehendem Zinse gegen 25 Gulden, an Opfergelde 50 Gulden, ferner Meßgeldund Getreidezins, so daß die jährlichen Einkünfte über 180 Gulden betrugen,