Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
104
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Durch eine Schenkung der Fürsten Heinrich, Siegfried, Magnusund Hermann von Anhalt kam der Orden im Jahre 1259 auch iuden Besitz des Dorfes Büro (Burow) unfern von Koswig, wo ^dann ein Ordcnshof angerichtet nnd durch spätere Fürsten desselben !Hauses noch mehr bereichert ward ').

Noch wichtiger für den Orden war der Erwerb ansehnlicherBesitzungen bei Bergen bei Magdeburg, wo bereits vor dem Jahre1310 eine Komthnrei bestand. Ihr überwiesen um diese Zeit dieBrüder Heinrich und Friedrich von Alvensleben das ihnen frü-her von den Markgrafen von Brandenburg geschenkte Patronat derKirche des nahen Dorfes Grofi-Nodensleben bei Seehausen, mit derBedingung einer beständigen gottesdienstlichen Fürbitte für die Mark-grafen Otto und Hermann von Brandenburg nnd die Herren vonAlvensleben ch. Späterhin vermehrten auch die Markgrafen Johannund Waldemar von Brandenburg durch mehre Schenkungen denBesitz der dortigen Komthnrei').

XII.

Die Ballei Westphalen.

Während es dem Orden im 13ten Jahrhundert längst gelungenwar, längs den Ufern des Rheinstroms weit über Köln hinaus, west-wärts bis nach Utrecht nnd an den Gestaden der Nordsee sich inzahlreichen großen: und kleinern Ordenshäusern anzusiedeln und seinedortigen Komthureien von Jahr zu Jahr zu vergrößern, hatte er esnoch nicht erreicht, in den nahe gelegenen Deutschen Gauen nach

') Beckmann Anbalt. Histor. III. 327. 328, »ach «obimtgen IW.Krause Forts, der Bertrames. Geschichte des Fnrstcnth. Anhalt II. 236 setzt dieSchenkung von Burow ins I. 1258 und nennt es eine Commendc.

0 II ie <leI Ooä. äi^Iomat. Lranckeubnrx. I. 288. Wahrscheinlich geschahdie Schenkung bald nach der Zusammenkunft Friedrichs von Alvensleben mitdem damalige» Hochmeister; s, Wohlbrlick Nachrichten vom Geschleckt derAlvensleben I. 153.

0 HierlsI I. 400. 420. Pgl. eine Urk. vom I. 1330 bei Hofer 329.