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Hunderts. Da hören wir, daß Gerard Herr von Beckingen im Jahre1301 theils wegen Schulden, die er in KriegSfehden und durch er-littene Verluste auf sich geladen, theils zur Schadloshaltung der vonihm Beschädigten dem Orden seine Allodien zu Beckingen und Pach-ten mit allen ihren Zubehörungen, nur mit Vorbehalt des Nieß-brauchs für sich und seine Gemahlin auf Lebenszeit, als Geschenküberließ, nachher aber selbst als Ordensbruder eingekleidet ward').Diese Schenkung begründete die dortige Komthurei. Der Laudkom-thur von Lothringen Karl von Trier vergrößerte sie theils im Jahre1307 durch den Ankauf neuer Güter °), theils erfolgten auch nach-mals, besonders in den Jahren 1317 bis 1322 zu Gunsten derKomthurei verschiedene Vergleiche und Verzichtleistungen mehrer Rit-ter und Edelherren ans die von Gerard dem Orden überlassenenGüter zu Beckingen und Pachten ^). Und da der nahegesessene Edel-herr Jsenbart, genannt von Pedensbach (Piesbach), dem BeispieleGerards folgend, bald ebenfalls den Ordensmantel annahm, erhieltdas Haus zu Beckingen durch ihn einen neuen ansehnlichen Güter-gewinn. Nun tritt im Jahre 1325 auch Gerards Neffe Johannvon Borhmont Ritter von Saarbrück seine noch immer festgehaltenenAnrechte an Güter und Eigen zu Beckingen an das dortige Hausab, um sich, seiner Tochter und seinen Nachkommen dadurch bei denOrdensbrüdern zu Trier eine Jahrfeier ihrer Todestage zu stiften Z.Aber auch das Lothringer Fürstenhaus bethätigte zuweilen dem Hauseseine Gunst. Herzog Rudolf, der nachmals in der Schlacht beiCressy fiel, bewidmete es mit dem Patronate über die beiden Kirchenzu Nunkirchen und Limbach und nach seinem Tode nahm seine Ge-mahlin Maria, des Grafen Guido von Blois Tochter, den Komthurdes Hauses in seinem Streite mit dem Erzbischöfe von Trier gegenalle Beschädigungen aufs eifrigste in ihren fürstlichen Schutzs).
Die Komthurei zu Luxemburg ist ohne Zweifel eine derspäteren Stiftungen, wahrscheinlich nicht früher als in der zweitenHälfte des 13ten Jahrhunderts gegründet. Wir finden ihrer zwar
') Schenkungsurkunde vom I. 1301 im Original im Archiv zu Koblenz.Die Schenkung umfaßte eigentlich die ganzen Dörfer Beckingen und Pachten.
0 Orig.-Urk. vom I. 1307 im Arch. zu Koblenz.
1 Urk. im Arch. zu Koblenz.
I Höfer Auswahl Deutscher Urkunden 188.
In der Orig.-Urk. im Arch. zu Koblenz heißen die beiden PsarrdörferNonkirchen und Limburg (offenbar Limbach).