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1 (1857)
Entstehung
Seite
53
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standen'). Zu einem ausgedehnten Güterbesitz gelangten sie jedochnicht. Zwar verlieh im Jahre 1312 Pfalzgraf Ludwig vom Rheindem Hause zu Aichach zur Belohnung der ihm erwiesenen Diensteseine Vogtei über die Güter, welche Berthold von Bornbach zu sei-nem Seelenheile dem Gotteshause zu Aichach geschenkt hatte") undes erfolgten dann im Verlause der Zeit durch die Komthure auchmehrfache Ankäufe, sowie auch Stiftungen, sogenannte Pietanzen, inbeiden Häusern"); allein sie waren doch nie von irgend beträchtlichemUmfang. Wir finden die Nachricht, daß im Jahre 1383 das Hauszu Aichach den Herzogen Stephan und Friedrich von Bayern gegenzwei Pfarreien vertauscht und seitdem der Wohnsitz des Komthursin das Haus Blumenthal verlegt worden sei, von dem er nunmehrsich allein nur benannte").

Wie wir das Ordenshaus zu Speier aus dem verwahrlostenHospital der Stadt hervorgehen sahen, so begegnen wir einer ähn-lichen Erscheinung bei der Gründung der Komthurei zu Schwein-furt. Hier stellt im Jahre 1263 der Bischof Jring von Würzburgdem Papst Urban IV. vor: Er habe auf die Nachricht, daß der ehe-malige Abt und die Mönche des Benedictiner-Klosters in Schwein-furt nicht nur eine gewissenlose Verschwendung der Klostergüter, son-dern auch mancherlei andere Verbrechen sich hätten zu Schulden kom-men lassen, seiner bischöflichen Pflicht gemäß eine strenge Untersuchunggegen Haupt und Glieder des Klosters angeordnet; man habe dieGüter schmählich vergeudet, den Gottesdienst gänzlich vernachlässigt,den Lebenswandel regelwidrig und die Zahl der Mönche bis aufeinen einzigen Priester und einen Diener vermindert gefunden, weilder Abt sie an andere Orte versetzt. Da ständen nun die Deut-schen Ordensbrüder wie im Morgenlande, affk jetzt auch in Livlandund Preußen als wackere Förderer des Glaubens da, ohne Rast undRuhe und mit ganzer Seele eifrigst bemüht, durch ihr gottgeweihtes

3 Schon in einer Urkunde vom I. 1296 heißt es von beiden Häusern:Ulla. cloxsuäst ob altera.

°) Orig.-Urk. vom I. 1312 im R.-Archiv zu München,ch Orig.-Urk. aus dem 14. und Anfang des 15. Jahrh. im R.-Archiv zuMünchen. UauA V. 297. 299. Sonderbar sind die von VII. 138.

268, VIII. 253 angeführten Uebereinküufte der Komthure mit dem Kloster Für-stmseld und dem Stift Jllmiinster über die Pcrheirathung ihrer Leibeigenen undBertheilung ihrer Kinder.

I Bericht im R.-Archiv zu Stuttgart nach „Originalbriesen."